Bildung

Buhrkaller Schüler setzten ihr 2020-Projekt fort

Buhrkaller Schüler setzten ihr 2020-Projekt fort

Buhrkaller Schüler setzten ihr 2020-Projekt fort

Buhrkall/Burkal
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Deutsch-dänischer Wahlkampf zur Volksabstimmung anno 1920 Foto: DS Buhrkall

In der Projektwoche standen an der Deutschen Schule Buhrkall die geschichtlichen Ereignisse der Grenzziehung von 1920 auf dem Programm. Es war eine Fortsetzung der 2020-Projektarbeit zu den Schleswigschen Kriegen.

100 Jahre Grenzziehung und dänische Wiederangliederung Nordschleswigs. Dieses Ereignisse und die historischen Hintergründe bilden in diesem Schuljahr einen roten Faden in der Deutschen Schule Buhrkall.

Kürzlich fand eine ganze Projektwoche zum Thema statt. Schulleiterin Ute Eigenmann ist von der Mitmachfreude und den Ergebnissen der Schüler angetan.

Im Jubiläumsjahr 2020 befassten sich die Buhrkaller Schüler vor einigen Monaten auf unterschiedliche Art und Weise zunächst mit dem alten Landesteil Schleswig sowie mit den Schleswigschen Kriegen bzw. mit der Schleswig-Holsteinischen Erhebung (1848-1951) und mit dem Deutsch-Dänischen Krieg (1864).

In der Schule arbeiteten die Schüler intensiv damit und rundeten ihre Bemühungen mit einem Besuch im Museum Düppeler Schanzen ab.

Diese Projektarbeit im Januar und Februar war als Auftakt zur Erforschung der Volksabstimmung vor 100 Jahren und dessen Auswirkungen gedacht.

„Dann kam Corona“, so Buhrkalls Schulleiterin Ute Eigenmann mit Bedauern, dass der zweite Themenkomplex nicht relativ schnell drangehängt werden konnte.

Teil zwei

Das wurde nun nachgeholt. Im Rahmen einer Projektwoche befassten sich die Schüler mit der Volksabstimmung 1920 und den daraus resultierenden Folgen.

Laut Ute Eigenmann stand allerhand auf dem Programm, und die Schüler seien voll bei der Sache gewesen.

„Wir haben den Fokus unter anderem auf deutsch- kontra dänischgesinnt gelegt. Woran hat man an den Höfen erkannt, welche Gesinnung die Bewohner hatten“, so Eigenmann mit nur einem Beispiel für eine Aufgabenstellung rund um das Thema Wiederangliederung.

Natürlich durfte auch die bekannte nordschleswigsche Kaffeetafel sowohl in theoretischer als auch schmackhaft praktischer Form nicht fehlen!

Ein Vortrag über die nordschleswigsche Kaffeetafel einschließlich Geschmacksproben durfte in der Projektwoche zum Thema Wiederangliederung natürlich nicht fehlen. Foto: DS Buhrkall

„Eine Gruppe hat Wahlplakate für die Volksabstimmung gemacht – da hatten wir bei unserem Besuch im Deutschen Museum in Sonderburg im August viel Inspiration bekommen“, ergänzt die Schulleiterin.

Fußboden als Landkarte

Eine andere Gruppe befasste sich mit Sprache und Dialekten im Grenzland und stattete dem historischen Archiv in Hadersleben/Haderslev einen Besuch ab. Zurück an der Schule, kreierte die Gruppe eine Schleswig-Karte auf den Fußboden der Vorhalle.

„Diese Karte wurde genutzt für den nächsten Abschnitt unseres Rollenspiels“, so Eigenmann. Das schulinterne kleine Theater begann mit dem Thema „das alte Schleswig“, ging weiter mit den beiden Kriegen und griff nun die Volksabstimmung von vor 100 Jahren auf.

Der Fußboden der Vorhalle wurde kurzerhand in eine geschichtliche Landkarte verwandelt. Foto: DS Buhrkall
Schwarz auf weiß auf dem Fußboden zu sehen: So waren einst die geografischen Verhältnisse. Foto: DS Buhrkall

In dem Rollenspiel ist ein Herr Clausen auf Tour und zieht seine Linie. Es gibt einen Wahlkampf für die Volksabstimmung, die schließlich durchgeführt wird und letztendlich die Grenze verschiebt – so, wie es damals wirklich war.

Jeder Schüler bekam eine Rolle mit Beruf, Wohnort und Sprache. Der Wohnort war 1920 entscheidend für die Staatszugehörigkeit und die Sprache war unter anderem ausschlaggebend dafür, ob man nach 1920 zur Mehrheit oder Minderheit gehört.

Rollenspiele rundeten die Geschichtsaufarbeitung der Schüler ab. Foto: DS Buhrkall

Infotour entlang der Grenze

„Am letzten Tag der Projektwoche fuhren wir alle auf Grenztour. Wir haben die Grenze im Zickzack-Kurs passiert, Grenzsteine gezählt und fotografiert, Kilometer gezählt, Zeit gemessen und ein bisschen über die Geschichte der Grenzübergänge gehört“, erzählt Ute Eigenmann vom Abschluss der lehr- und inhaltsreichen Projektwoche.

Damit ist die Geschichte in Buhrkall im wahrsten Sinne des Wortes aber noch nicht zu Ende.

Ute Eigenmann: „Wir werden weiterhin am 20. jeden Monats einen Projekttag durchführen und uns chronologisch weiterbewegen, bis wir am 21. Januar 2021 einen Blick in die Zukunft wagen.“

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Also was jetzt?“