Frigaard Camping

„Der Beginn eines Prozesses“

„Der Beginn eines Prozesses“

„Der Beginn eines Prozesses“

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin - Apenrade
Kollund
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Niels Friis denkt nach seinen 34 Jahren als „Campingplatz-Vater“ langsam ans Aufhören. Foto: Karin Riggelsen

Mit 64 Jahren denkt der Kollunder Campingplatzbetreiber Niels Friis langsam an den Ruhestand und sucht nach einem Nachfolger

Er ist nach eigenem Bekunden zwar noch fit, vital und voller Ideen, aber er ist 64 Jahre alt und hat keine „natürlichen Erben“ für seinen Campingplatz „Frigaard Camping“ in Kollund. „Es ist daher einfach an der Zeit, mich langsam nach einem geeigneten Nachfolger umzuschauen. Die Verkaufsanzeige ist da quasi der Beginn eines Prozesses“, formuliert es Niels Friis, der seit 1984 – also seit 34 Jahren – „Campingplatz-Vater“ in Kollund ist.
In unserer gestrigen Ausgabe konnten wir bereits darüber berichten, dass der Campingplatz, der 1968 vom Vater gegründet wurde, bei einem Maklerunternehmen zum Verkauf angeboten wird.

„Campingplatzbetreiber ist kein 8-bis-16-Uhr-Job. Das ist viel eher ein Lebensstil. Man muss sich selbst mit Haut und Haar einbringen, sonst wird das nichts. Zumindest ist das immer meine Einstellung gewesen. Ich könnte es auch gar nicht anders“, sagt Friis.

„Ein geeigneter Käufer findet sich da nicht so schnell“, ist er realistisch. Der 64-Jährige hat auch keine Eile, will auf den oder die Richtige gerne warten. „Ein Campingplatz ist kein Haus. Es gibt da nicht so viele Interessenten. Campingplätze sind sowieso nicht leicht zu verkaufen und ein so großer wie der meinige erst recht nicht“, weiß Niels Friis.
33 Millionen Kronen müsste ein Käufer schon hinblättern können, um den großen, unweit von der Flensburger Förde gelegenen Campingplatz übernehmen zu können. „Die Kreditanstalten werden sich sicherlich die Kandidaten genau anschauen, bevor sie eine solche Summe zur Verfügung stellen“, weiß der 64-Jährige.
Auf ein oder auch mehrere Jahre kommt es ihm nicht an. „Ich kann mir auf längere Sicht aber durchaus ein Leben vorstellen, mit mehr Zeit für Freunde und Familie“, sagt Friis.

Bis ein Nachfolger gefunden wird, macht er natürlich weiter. „Ich werde den Platz auch weiterentwickeln. Das ist nötig, um in der Branche bestehen zu können. Aber die ganz großen Investitionen werde ich wohl nicht mehr tätigen wollen, sondern die meinem Nachfolger überlassen“, sagt er.

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