Flugtauglich

Alma, Anton und Line sind flügge

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Schmedagger/Smedager
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Das Nest ist fast ständig leer, seitdem die drei Storchenjungen seit Sonntagnachmittag festgestellt haben, dass ihre Flügel sie tragen. Foto: Bildschirmfoto/TV Syd

Die Storchengeschwister aus Schmedagger genießen ihre Flugfähigkeiten zu ausgiebigen Ausflügen

Schon länger haben die drei Storchengeschwister aus Schmedagger die Tragfähigkeit ihrer Flügel getestet. In der vergangenen Woche verließen sie aber nie wirklich das Nest, schwebten maximal 50 Zentimeter über dem Horst, um sich dann dort wieder niederzulassen. Am Freitagmorgen traute sich eines der Storchenjungen, das Nest für einen Ausflug zu verlassen und kam erst Stunden später wieder zurück. Das scheint die jüngeren Geschwister motiviert zu haben. Sie intensivierten ihr Flugtraining und am Sonntagnachmittag verließ erst Nummer eins, dann Nummer zwei und schließlich auch Nummer drei das Nest.

Nummer drei kehrte wenige Minuten später zurück, verschnaufte kurz und flog dann wieder vom Nest. Seitdem verbringen die Geschwister viel Zeit mit Ausflügen.

Namen aus dem Universum Astrid Lindgrens

Die drei Jungen von Tommy und Annika wurden übrigens nach einem Zuschauervoting von TV Syd Anton, Alma und Line getauft. Die Namen stammen aus dem Universum der schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren genau wie auch die Namen der Eltern. Der Namen, Tommy und Annika, stammen aus den Abenteuergeschichten über Pippi Langstrumpf. Anton, Alma und Line sind den Lesern weltweit aus den Geschichten von Michel aus Lönneberga bekannt. Mehr als die Hälfte der TV-Syd-Seher hatte sich für diese drei Namen ausgesprochen, nachdem ihr Geschlecht bekannt war. Bei der Beringung wurde den drei Jungen jeweils eine Brustfeder herausgerupft und so konnte das Geschlecht bestimmt werden.

Die tollen Flugkünste und die Abenteuerlust der drei Jungstörche macht die Storchenexperten zuversichtlich, dass die Flügel der drei Jungen aus Schmedagger in vier-fünf Wochen kräftig genug sind, um ihre Eltern auf den weiten Flug ins Winterquartier in Afrika zu begleiten. Die Storcheneltern forcieren den Abnabelungsprozess, indem sie das Füttern ihrer Nachkommen sukzessive einstellen. „Man wird in der nächsten Zeit vermutlich beobachten können, dass die Eltern gänzlich mit dem Füttern aufhören und irgendwann könnten die Jungen auch gar nicht mehr ins Nest zurückkehren. Sie finden andere Übernachtungsquartiere. Darüber sollte man sich aber keinerlei Sorgen machen“, sagt Storchenexperte Mogens Lange von Storkene.dk.

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