Grenzjubiläum

2020: Grenzringreiten in Planung

2020: Grenzringreiten in Planung

2020: Grenzringreiten in Planung

Sophienthal/Sofiedal
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An die 80 dänische und deutsche Ringreiter nahmen 2014 am Grenzringreiten teil. Foto: Kjeld Thomsen

Für die Feierlichkeiten im kommenden Jahr soll unter anderem ein deutsch-dänisches Grenzringreiten veranstaltet werden. Das Programm und das Datum stehen schon fest.

„Es sieht schon ganz gut aus.“ So lauten die Worte von Hinrich Jürgensen, einer der Hauptverantwortlichen der Arbeitsgemeinschaft „Zusammenarbeit Deutschland-Dänemark“, Hauptvorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) und Organisator des geplanten Grenzringreitens zur Finanzierung des Großevents. „Wir haben eine Zusage von der Apenrader Kommune, dem Land Schleswig-Holstein und bekommen auch Mittel vom 2020-Topf des Bundes Deutscher Nordschleswiger“, so Jürgensen.


Ein Datum steht schon fest. Es soll das Wochenende um den 22. August werden. „Es gibt nicht viele Wochenenden im Sommer, wo kein Ringreiten ist. Dieses war eines der wenigen freien Wochenenden“, betont er. Zum Bedauern Jürgensens veranstaltet die Stadt Flensburg am selben Wochenende nun auch ein Fest im Sinne des 100. Jahrestages der Grenzziehung. „Das ist natürlich schade. Wir waren jedoch schon weit in unserer Planung – und ein Ringreiten kannst du nicht einfach so verschieben“, unterstreicht er.


Das Programm stehe auch schon im Großen und Ganzen fest. „Neben dem traditionellen Ringreiten werden wir auch ein Ringreiten mit Oldtimern und Fahrrädern veranstalten. Der Sonnabend wird dann mit einem großen Grenzfest abgerundet“, erklärt er. Geplant war ihm zufolge, dass die beiden Ringreiten jeweils auf ihrer Seite der Grenze stattfinden sollten – doch da hat ein gewisser Wildschweinzaun den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung gemacht.

„Wir müssen nun überlegen, wie wir beide Seiten der Grenze einbeziehen können. Der Festplatz wird auf deutscher Seite liegen, aber vielleicht können wir dann die Parkplätze auf der dänischen Seite platzieren“, so Jürgensen. Er und seine Mitorganisatoren der Arbeitsgemeinschaft erwarten rund 400 Leute zum großen Fest.


Die Idee zu einem grenzüberschreitenden Ringreiterfest kam nach dem Schengen Abkommen. „Bis dorthin war die Grenze bei Sophienthal/Fehle permanent durch einen Grenzzaun abgeriegelt. Die Leute waren praktisch Nachbarn, aber hatten nichts miteinander zu tun“, betont er. „Mit dem Ringreiten und den grenzüberschreitenden Fahrradtouren versucht die Arbeitsgemeinschaft seit Jahren nun, die Leute zusammenzubringen.“ Mit Erfolg, denn die Fahrradtouren ziehen seit ihrer Einführung immer größere Kreise.


2014 wurde schon mal ein deutsch-dänisches Ringreiten veranstaltet. „Eigentlich hätten wir es in diesem Jahr wiederholen sollen. Doch dann passte es besser mit den 2020-Feierlichkeiten. Nun wollen wir etwas ganz Besonderes daraus machen“, sagt er.


Freiwillige Helfer für das Grenzringreiten im kommenden Jahr haben sich auch schon angemeldet. „Wir hatten bei einer unserer Fahrradtouren mal nachgefragt, ob jemand interessiert sei, mitzuhelfen. 20 Leute haben sich daraufhin gemeldet. Sie sind nun schon in Teams eingeteilt, die die Verantwortung für einen bestimmten Bereich bekommen haben“, freut sich Jürgensen und ergänzt: „Das Schöne ist, dass auf beiden Seiten der Grenze das gemeinsame Ringreiten unterstützt wird. Alle ziehen am selben Strang“, unterstreicht er.

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