Corona-Krise

Kein Grenzringreiten – eventuell aber Radtouren

Kein Grenzringreiten – eventuell aber Radtouren

Kein Grenzringreiten – eventuell aber Radtouren

Sophienthal/Sofiedal
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Das im August geplante deutsch-dänische Grenzfest mit Ringreiten in Fehle ist abgesagt worden. Foto: Archivfoto DN

Wegen der Corona-Krise ist das deutsch-dänische Ringreiten an der Sophienthaler Grenze anlässlich des Jubiläums der Wiedereingliederung Nordschleswigs abgesagt worden. Die deutsch-dänische Arbeitsgruppe hofft, dass es wenigstens mit den traditionsreichen Sommerradtouren klappen kann.

Die Vorbereitungen für ein deutsch-dänisches Grenzfest mit Ringreiten in Verbindung mit dem 100-jährigen Bestehen der dänischen Wiedereingliederung Nordschleswigs wurden bereits vor vielen Monaten eingeleitet.
Nun hat die deutsch-dänische Arbeitsgruppe mit Bürgern aus dem Großraum Tingleff auf dänischer und dem Raum Medelby auf deutscher Seite die Reißleine gezogen.

Die Gemeinschaftsflagge wird in diesem Jahr nicht beim Grenzfest wehen. Foto: Archiv Riggelsen

Wegen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Planungsunsicherheiten ist das ursprünglich am 22. und 23. August am Grenzübergang Sophienthal/Fehle angesetzte Gemeinschaftsfest abgesagt worden.

Es soll im kommenden Jahr am 21. und 22. August nachgeholt werden, teilt die Arbeitsgruppe mit.

Grenzöffnung ist Voraussetzung

Ob auch die traditionsreichen deutsch-dänischen Sommerradtouren mit Treffpunkt Fehle ausfallen, lässt die Gruppe noch offen. „Das hängt unter anderem davon ab, ob die Grenzen bis dahin geöffnet werden“, so Hinrich Jürgensen, Mitglied der Arbeitsgruppe und seines Zeichens Vorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN). Sicherheitsabstand ließe sich bei den gemeinsamen Ausflügen gut einhalten.

Am 9. Juni ist ein Besuch des Campingplatzes in Medelby vorgesehen. Am 14. Juli steht ein Abstecher zum Reiterhof „Grynmølle“ in Baistrup auf dänischer Seite und am 11. August eine Besichtigung der St.-Matthäus-Kirche in Medelby auf dem Programm.

Ob die deutsch-dänischen Sommeradtouren bei Fehle stattfinden, hängt von der Grenzöffnung ab. Foto: Archivfoto DN

Sollten das Passieren der Grenze in Fehle für die Ausflugsteilnehmer nicht möglich sein, habe man überlegt, sich trotzdem an der Grenze zu treffen und sich dann quasi über den Schlagbaum zu grüßen.

Ob man es so tatsächlich machen wird, sei aber noch offen, so Jürgensen. Es wäre ja einfach nicht das Gleiche, wenn bei den freundschaftlichen deutsch-dänischen Treffen jeder auf der anderen Seite der Grenze bleiben muss.

Hinzu kommt, dass der Imbisswagen des Ladelunder Schlachters, der bei den Touren immer dabei ist, ja nur einen Teil der Radtourteilnehmer versorgen kann.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Mutiges Museum“