Hehlerei

Geflüchteter Täter gestellt und verurteilt

Geflüchteter Täter gestellt und verurteilt

Geflüchteter Täter gestellt und verurteilt

Pattburg/Taastrup
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Ein 45-jähriger Pole wurde an Dänemark ausgeliefert und dort verurteilt. Foto: dpa

Ein 45-jähriger Pole ist in seiner Heimat gestellt und nach Dänemark ausgeliefert worden. In seinem Lastwagen hatte er Diebesgut im Wert von einer halben Million Kronen.

Gestohlen, gestellt, geflüchtet, ausgeliefert und nun im Gefängnis: Ein 45-jähriger Pole muss für zehn Monate ins Gefängnis, nachdem er am Gericht in Sonderburg wegen Hehlerei verurteilt wurde.

Im November wurde er in einem Lastwagen in Nordrhein-Westfalen von der Polizei angehalten. Die Beamten stießen dabei auf Baumaschinen und Werkzeug; all das war am Tag zuvor in Taastrup bei Kopenhagen gestohlen worden.

Es drehte sich unter anderem um einen Mini-Bagger, einen Teleskop-Heber, ein Gerüst und Profi-Werkzeug im Gesamtwert von 500.000 Kronen.

Flucht aus Deutschland

Dem 45-Jährigen gelang zunächst die Flucht aus Deutschland, doch er wurde schließlich in Polen gestellt, nachdem die Polizei mit einem internationalen Haftbefehl nach ihm gefahndet hatte.

Am 9. März wurde er der Spezialeinheit der UKA (Ausländerkontrollabteilung) in Pattburg ausgeliefert, und nun folgte der Gerichtstermin. Der Pole stritt jegliche Tat ab, nahm das Urteil aber an.

Neben dem Gefängnisurteil wurde er auch des Landes verweisen und darf sich die kommenden sechs Jahre nicht in Dänemark zeigen.

UKA Vest

Die UKA (Udlændingekontrolafdeling Vest) ist eine Spezialeinheit der Polizei in Südjütland und Nordschleswig, die sich auf grenzüberschreitende Kriminalität spezialisiert hat. Der Einheit mit Sitz an der Grenze in Pattburg/Padborg gehören unter anderem Polizeibeamte und Analytiker an.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Urlaub oder Überleben“