Æ Mannschaft

Faustball: „Es sieht vielversprechend aus“

Faustball: „Es sieht vielversprechend aus“

Faustball: „Es sieht vielversprechend aus“

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup Online-Redaktion
Nordschleswig
Zuletzt aktualisiert um:
Als Team Nordschleswig fahren die Mannschaften zu Turnieren in Deutschland: Hier beim Wedding-Cup in Berlin Foto: Uffe Iwersen/BDN

Die Faustballmannschaften vom Team Nordschleswig Æ Mannschaft fahren mittlerweile zu Europa- und Weltmeisterschaften. Auch die Jugendarbeit ist angekurbelt worden.

Seitdem der Faustballsport vor nunmehr zwei Jahren in Nordschleswig wieder angekurbelt wurde, ist so einiges passiert. Mannschaften beider Geschlechter nehmen als Æ Mannschaft an Sommer- und Winterpunktrunden sowie als Team Denmark an Europa- und Weltmeisterschaften teil. Aber wie sieht es derzeit mit dem Sport aus, und wie geht es weiter? „Der Nordschleswiger“ hat beim Abteilungsleiter des Deutschen Jugendverbandes für Nordschleswig, Lasse Tästensen, und bei der Jugendverbandslehrerin und Spielerin, Anne-Didde Holt, nachgehakt.

„Im Großen und Ganzen sieht es sehr vernünftig aus. Beide Mannschaften trainieren regelmäßig – derzeit in der Grenzhalle in Krusau“, so Tästensen. Die Zuverlässigkeit unter anderem bei den Männern könnte sich dabei seiner Meinung nach verbessern, „aber das Training ist gut besucht“, unterstreicht er.

Beide Mannschaften blickten auf ein Jahr mit einer Europameisterschaft bei den Frauen und einer Weltmeisterschaft bei den Männern zurück. „Wenn man bedenkt, wie lange wir eigentlich Faustball spielen, haben wir uns sehr gut geschlagen“, sagt er. Klar, sei noch viel Luft nach oben – man dürfe aber auch nicht unrealistisch sein. „Wir haben zusammen mit den Trainern eine gute Basis zur weiteren Arbeit erschaffen. Wenn wir mehr erreichen wollen, dann müssen wir auch hart arbeiten“, betont der Abteilungsleiter.

Die Frauenmannschaft bei der EM-2019 Foto: Uffe Iwersen/BDN

Faustball an vier Schulen

Derzeit habe sich der Sport auf vier Standorte/Schulen verbreitet. In Gravenstein, Sonderburg, Rothenkrug und Tondern spielen dortige Lehrer Faustball mit ihren Schülern. „Das sieht auch vielversprechend aus. Lokal sind wir von den Vereinen abhängig“, so Tästensen. Zum Motionstag hätten die vier Schulen ein Turnier auf dem Knivsberg spielen sollen. Doch dies wurde wetterbedingt abgesagt. „Wir werden das aber noch nachholen“, versichert Tästensen, der dadurch auch hofft, dass sich der Sport lokal verankern kann. „Die Nachwuchsarbeit ist demnach gut angekurbelt“, sagt er.

Eine der Spielerinnen, die mit dem Faustballsport angefangen hat, ist Anne-Didde Holt. Sie war mit ihrer Mannschaft auch bei der Europameisterschaft im Sommer dabei. „Das war ein tolles Erlebnis und ein Privileg, dabei zu sein“, so die Sportlehrerin des Jugendverbandes. Faustball habe sie aus mehreren Gründen angefangen zu spielen. „Zum einen war es eine gute Gelegenheit für mich, eine Mannschaftssportart auszuüben. Zum anderen wollte ich auch ein solches Angebot unterstützen“, so Holt.

Die Männermannschaft bei der WM 2019 in Winterthur/Schweiz Foto: Uffe Iwersen/BDN

Ihr zufolge sei es zudem gut gewesen, dass nahezu alle Spielerinnen auf demselben Niveau angefangen haben. „Die meisten haben noch nie Faustball gespielt. Wir hatten demnach dieselbe Grundlage“, betont sie. Das Soziale sei ihr zufolge auch ein Argument für den Faustballsport. „Unser Training ist gut besucht, und Sören (Nissen, Red.) ist sehr geduldig mit uns“, lobt sie ihren Trainer.

Dieser Artikel erschien in der W!r-Beilage des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) am 25.10.2019.

Mehr lesen

Leserbrief

Ingeborg Wohlmuth, Bremen
„Brückenbau zwischen den Generationen“