Was macht das Zuhause gemütlich?

Erinnerung an das Lächeln Asiens

Marlies Wiedenhaupt
Marlies Wiedenhaupt Hauptredaktion
Apenrade/Aabenraa
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Im Wohnzimmer von Stefan Sass nimmt das Bild aus Bangkok einen zentralen Platz ein. Foto: Karin Riggelsen

Klare Strukturen sind für ein Zuhause, in dem man sich wohlfühlen kann, unerlässlich, sagt Stefan Sass. Er setzt auf eine minimalistische Einrichtung.

Im Haus von Stefan Sass gibt es keinen Schnickschnack. „Menschen, die zu mir kommen, erkennen sofort eine Tendenz zur minimalistischen Einrichtung. Woanders steht auf jeden Fall wesentlich mehr“, versichert der Abteilungsleiter der sozialpädagogischen Einrichtungen des Deutschen Schul- und Sprachvereins für Nordschleswig. Klare Strukturen sind für ein Zuhause, in dem er sich wohlfühlen kann, unerlässlich. Dennoch – oder vielleicht gerade deshalb – ist Raum für sehr Persönliches: den asiatischen Einfluss.

„In meinem Wohnzimmer hängt ein gemaltes Bild – etwa 1,5 mal 1 Meter. Es zeigt den buddhistischen Tempel Wat Arun, den Tempel der Morgendämmerung, in Bangkok. Dass Asien meine zweite Heimat ist, wäre ein bisschen zu viel gesagt, aber ich bin zweimal im Jahr dort, vor allem in Thailand und Kambodscha, und das seit mehr als 20 Jahren.“

Wärme und Offenheit

Das Bild, in Asien gemalt, von Stefan Sass erworben und per Flugzeug nach Dänemark befördert, erinnert den 49-Jährigen an die Wärme und Offenheit der Menschen dort. So überbrückt der asiatische Charakter im Apenrader Zuhause vielleicht die Zeit bis zur nächsten Reise.

„Das asiatische Lächeln ist schon sehr besonders. Wenn man so oft dort ist wie ich, lernt man zwar, hinter das Lächeln zu sehen. Auch dort ist natürlich nicht alles Glanzbild, aber die unmittelbare Freundlichkeit und Wärme, die einem dort entgegenströmen – das ist schon faszinierend. Asien ist ein wichtiger Teil von mir, und dem verleihe ich durch das Bild Ausdruck – sowohl für mich selbst als auch für Besucher.“

Sein Haus in Apenrade bedeutet für ihn: Tür zumachen, ankommen, abgeschottet sein, zur Ruhe kommen. Für Geselligkeit ist dennoch Platz. Denn mittlerweile gehört für Stefan Sass auch der Grill im Garten zum festen Wohlfühl-Programm.

„Grillen ist Sommer, Feuer, Fleisch, Rauch – vielleicht typisch Mann. Und sehr entspannend. Das mache ich sehr gern mit Freunden oder Familie. Aber – wenn keiner kommt, ist das auch kein Problem, dann grille ich für mich allein.“

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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