Rettungsdienste

„Grenzen sollten keine Schwierigkeiten darstellen“

„Grenzen sollten keine Schwierigkeiten darstellen“

„Grenzen sollten keine Schwierigkeiten darstellen“

Pattburg/Padborg
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Fahrende Einsatzzentralen sollten im Grenzland bestmöglich ausgetauscht und genutzt werden. Foto: DN-Archiv

Das Interreg-Projekt „Bereitschaft ohne Grenzen 2.0“ geht nach der Vorbereitungszeit jetzt in die aktive Phase.

Die Vision ist klar: Die Grenze zwischen Deutschland und Dänemark darf kein Hindernis darstellen, wenn es darum geht, den Bürgern zu helfen. Das Interreg-Projekt „Bereitschaft ohne Grenzen 2.0 (Beredskab uden grænser 2.0)“ arbeitet an der Umsetzung dieser Vision im grenzüberschreitenden Alltag der Rettungskräfte.

In dieser Woche kamen in Pattburg rund 100 führende Bereitschaftsdienstler zu einer Gefahrenabwehrkonferenz zusammen. Das Thema hieß „Leitung und Kommunikation“, die Konferenz war Auftakt zu einer ganzen Reihe von gemeinsamen Seminaren, Übungen und Konferenzen für deutsche und dänische Mitarbeiter von Feuerwehren und Co. Kenneth Achner ist der dänische Mitarbeiter der Projektes.

Zusammen mit seinem Kollegen Harald Siemen auf deutscher Seite ist er für die Durchführung und Gestaltung des dreijährigen Interregprojektes zuständig, stets in enger Zusammenarbeit mit den Projektpartnern. Anfang 2017 begann die Projektphase, nach Planung und Konzeption beginnt man nun, die Protagonisten von Polizei, Feuerwehren und Ambulanzdiensten aktiv mit einzubeziehen.

„Auf der eigenen Seite der Grenze funktionieren die Einheiten sehr gut. Auch bei normalen Feuerwehreinsätzen im Nachbarland kann man sich mittlerweile gut unterstützen“, sagt Achner, „aber wie funktionieren die Kommunikationsabläufe, wenn direkt an der Grenze ein größeres Bus- oder Zugunglück passiert? Ganz simpel gesagt: Wer ruft dann wann wen an? Grenzen sollten für die Einsatzkräfte keine Schwierigkeiten darstellen.“

Derlei Feinheiten gilt es in dem dreijährigen Projekt nun herauszufinden. Achner gibt ein weiteres Beispiel, wo die Ressourcen noch besser genutzt werden könnten: „Bei größeren Unglücken und Einsätzen werden mittlerweile Kommunikations- und Stabsfahrzeuge eingesetzt. In Næstved steht eins – aber auch in Flensburg. Da wäre es doch gut, wenn man ohne großen Aufwand auch auf das in Flensburg zurückgreifen könnte!“

Die Ziele des Projekts

Das deutsch-dänische Team von „Gefahrenabwehr ohne Grenzen 2.0“ arbeitet laufend am weiteren Abgleich der Kompetenzen, der Entwicklung von Partnerschaftsverträgen und auch am schnelleren und effektiveren digitalen Austausch von Leitstelleninformationen der zuständigen Leitstellen in Odense und Harrislee.

Partner des Projektes sind die Kommune Sonderburg, die Region Süddänemark, Stadt Flensburg, Kreis Schleswig-Flensburg und Kreis Nordfriesland.

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