Faustball WM

Zwei Enttäuschungen am letzten Spieltag

Zwei Enttäuschungen am letzten Spieltag

Zwei Enttäuschungen am letzten Spieltag

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup Online-Redaktion
Winterthur
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Gegen Tschechien hatten die dänischen Faustballer keine Chance. Foto: Privat

Die letzten zwei Spiele bei der Faustball-WM haben die dänischen Faustballspieler verloren.

Am Freitagmittag trafen die dänischen Faustballer bei der Faustball-WM in Winterthur im ersten Spiel auf die bisher starken Tschechen. Die Gruppenphase hatten die Tschechen unter anderem ohne Punktverlust überstanden.

Die dänischen Spieler waren nie in der Nähe eines Sieges. Einen Satzerfolg, wie gegen Chile im vorherigen Spiel, konnten sie nicht feiern. Alle Sätze gingen mit jeweils 11:2, 11:5 und 11:4 aus.

„Die Mannschaft hat leider versagt. Unser Aufbauspiel war zu schlecht. Dadurch konnten wir die Tschechen nie unter Druck setzen“, erklärt Co-Trainer Sören Nissen. Zudem seien die Spieler zu langsam gewesen. „Wir kamen nicht aus den Startlöchern, und es fehlte an Körperspannung. Das Spiel muss jetzt einfach abgehakt werden“, betont er.

Weil die dänischen Spieler gegen Tschechien verloren hatten, mussten sie im Anschluss noch ein Spiel um Platz elf bestreiten. Dort warteten die Neuseeländer mit ihrem beeindruckenden Haka-Tanz auf die Dänen.

Haka-Tanz der Neuseeländer Foto: Privat

Auch hier wurde ein Klassenunterschied deutlich. Der erste Satz ging mit 11:2 verloren. Im zweiten Satz kamen die Spieler aus Nordschleswig besser ins Spiel und konnten zumindest mit den Neuseeländern mithalten. Der Satz ging dennoch 11:7 für die Neuseeländer aus.

Im dritten Satz kamen die dänischen Spieler abermals nicht aus den Startlöchern. Die Neuseeländer setzten sich, auch durch unnötige Fehler der dänischen Mannschaft, von Punkt zu Punkt ab, und gewannen den dritten Satz und das Spiel mit 11:2. Das Team Denmark belegt bei der Weltmeisterschaft demnach den zwölften Platz.

„Das Spiel war ein wenig besser als das erste gegen Tschechien. Aber insgesamt kann man den Tag heute als einen schwarzen bezeichnen. Die Neuseeländer machten zu viele einfache Punkte, die wir nicht machten“, so Nissen, der abermals die Körpersprache seiner Spieler kritisierte. „Sie haben vielleicht auch müde Beine gegen Ende der Woche. Es waren auch viele Spiele“, erklärt er, und ergänzt: „Aber heute haben unter unseren Möglichkeiten gespielt.“

Zum Gesamtergebnis und zum erreichten zwölften Platz sagt er: „Das ist ein gutes Ergebnis. Vielleicht wäre sogar ein elfter Platz drin gewesen, aber der zwölfte ist völlig in Ordnung“, unterstreicht er.

Zuspieler Thore Naujeck war nach den beiden verlorenen Spielen selbstverständlich enttäuscht, „aber ich denke, dass sich nach einer Stunde die Enttäuschung in Stolz umwandelt. Wir haben eine gute Platzierung erreicht und Mannschaften hinter uns gelassen, die viel länger Faustball spielen“, so Naujeck.

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