Faustball-EM

Dänemarks Faustballer buchen das Ticket für die WM 2019

Dominik Dose
Dominik Dose Online-Redaktion
Adelmannfelden
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Die Mannschaft feiert ihren Kapitän Kurt Asmussen. Foto: dodo

Im alles entscheidenden Spiel um den siebten Platz hat sich Team Denmark mit einem Sieg gegen Serbien doch noch das Ticket für die WM 2019 gesichert.

Bereits in der Gruppe trafen beide Mannschaften aufeinander. Damals siegte die dänische Mannschaft klar in zwei Sätzen. Diesmal sollten die Serben allerdings eine deutlich härtere Nuss werden.

Team Denmark startete mit Kurt Asmussen und Florian Wittmann im Angriff und Thore Naujeck als Mittelmann; in der Verteidigung begannen Kim Johannsen und Jasper Andresen. Von Anfang an entwickelte sich eine enge Partie auf Augenhöhe. Kapitän Kurt Asmussen brachte seine Mannschaft immer wieder durch starke Angaben in Front und auch Florian Wittmann konnte aus dem Spiel einige sehenswerte Punkte holen. Beim Stand von 6:6 gelang es Dänemark, sich dann mit 9:6 abzusetzen. Die knapp 2.000 Zuschauer applaudierten immer wieder angesichts einiger spektakulärer Ballwechsel. Die Dänen zogen mit 9:6 davon. Auch das folgende Time-Out des serbischen Trainers brachte nicht mehr die Wende, sodass Team Denmark den ersten Satz sicher mit 11:8 nach Hause brachte.

Angeführt von einem wieder einmal stark aufspielenden Kapitän Asmussen dominierte Dänemark den zweiten Satz zunächst, verlor aber durch einige Fehler in der Abwehr zunehmend den Faden. Beim Stand von 7:7 gelang es Jasper Andresen dann allerdings, einen fast unmöglich zu erreichenden Ball wieder ins Spiel zu bringen. Dänemark konnte auf 9:7 davonziehen. Der serbische Trainer zog wieder seine Time-Out-Option. Diesmal fand er die richtigen Worte. Serbien kam auf 9:9 heran. Doch Dänemark behielt einen kühlen Kopf und sicherte sich auch Satz zwei mit 11:9.

Große Freude nach dem wichtigen Sieg. Foto: dodo

Im dritten Satz kamen dann die Serben zunächst besser ins Spiel. Routinier Kim Johannsen schaffte es aber immer wieder, einige gefährliche Bälle zu entschärfen und hielt damit seine Mannschaft im Spiel. Gleichauf ging es durch den Satz. Beim Stand von 6:6 hatte Serbien dann bei zwei langen Ballwechseln das glücklichere Ende und zog auf 8:6 davon. Kurt Asmussen egalisierte den Rückstand schnell durch zwei unerreichbare Angaben. Das Spiel stand bis zum Ende auf Messers Schneide – unglaubliche Ballwechsel entwickelten sich. Dänemark gelang es, den ersten Satzball der Serben durch einen Gewaltschlag von Kurt Asmussen abzuwehren und den Punktestand auf 10:10 zu stellen. Jasper Andresen sorgte für Erheiterung bei den Zuschauern, als er eine Angabe der Serben mit dem Kopf annahm. Die anschließende Angabe ins Aus bescherte Serbien schließlich den 13:11 Satzgewinn.

Damit ging es für Team Denmark erstmals im Turnier in einen vierten Satz. Das dänische Team wechselte: Für Florian Wittmann kam Nik Thulstrup auf den Platz. Dieser schlug der serbischen Abwehr zum Einstand gleich einen unerreichbaren Ball um die Ohren und brachte sein Team in Führung. Anschließend das gleiche Bild wie in den Sätzen zuvor. Beide Teams schenkten sich nichts und blieben lange gleichauf. Nach einem 6:8 Rückstand gelang es Dänemark wieder auf 8:8 heranzukommen, mit 10:8 in Führung zu gehen und nach einem zweiminütigen Ballwechsel durch einen gefühlvollen kurzen Ball vom Kapitän Asmussen den vierten Satz und damit das WM-Ticket zu sichern.

Volle Ränge begrüßten die Mannschaften. Foto: dodo

„Wir haben unnötig viele Fehler gemacht und das Spiel damit länger spannend gehalten, als nötig. Was wir erreicht haben ist einfach super. Die Jungs haben noch mal alles rausgeholt und sich verdient für die Weltmeisterschaft qualifiziert – sie können stolz auf sich sein“, so ein zufriedener Trainer Sören Nissen.

Nach vier Siegen und vier Niederlagen beendet das Team Denmark die Europameisterschaft damit auf Platz sieben. Angesichts der Tatsache, dass einige Spieler erst Ende vergangenen Jahres das erste Mal gegen einen Faustball geschlagen haben, ist die Euphorie groß. „Die Jungs haben Großes geleistet. In so kurzer Zeit sowas zu leisten, ist großartig. Wir müssen jetzt am Ball bleiben und weiter regelmäßig trainieren, da ist noch viel Potenzial, das wir ausschöpfen können“, sagt Trainer Roland Schubert.

Die Verantwortlichen des Team Denmarks haben nun ein neues Projekt vor Augen: die Planungen für die Faustball-Weltmeisterschaft 2019 in der Schweiz.

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