Generalversammlungen

Weiteres Treffen für Fernwärme-Fusion

Ilse Marie Jacobsen
Ilse Marie Jacobsen Journalistin
Sonderburg/Gravenstein
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Foto: dpa (Symbolfoto)

Am 27. September müssen die Gravensteiner und Sonderburger erneut an die Wahlurne. In Gravenstein wurde Unzufriedenheit über Ausschluss der Presse laut.

Die geplante Fusion der Fernwärmegesellschaften in Sonderburg und Gravenstein konnte am Donnerstag bei zwei außerordentlichen Generalversammlungen in Angriff genommen werden. An beiden Orten wurde fleißig debattiert, aber sollen die beiden Gesellschaften fusionieren, dann erfordert das ein weiteres Treffen am 27. September.
„Aber das wussten wir schon im vornherein. Wir bräuchten eigentlich zwei Drittel. Aber zu unseren Generalversammlungen kommen ja normalerweise auch nur 200 Personen“, stellt der Vorsitzende der Fernwärme in Sonderburg, Claus Plum, fest. In Sonderburg hat die Fernwärme 10.500 Nutzer, in Gravenstein 1600. Zum Sonderburger Treffen kamen 170 Personen. 145 stimmten für eine Zusammenlegung, 22 dagegen.

In Sonderburg war die Stimmung sehr gut, und es wurden verschiedene Fragen gelüftet. „Es gab eine gute Debatte. Es wurde unter anderem auch gefragt, warum Sonderburg keinen größeren Gewinn bei einer Fusion erzielt. Aber der Vorteil ist bei weniger Verbrauchern eben größer“, erklärt Claus Plum.

Gravensteiner Versammlung

Seit Jahresbeginn wird an einer Fusion der beiden Gesellschaften gearbeitet, um den Verbrauchern die günstigsten Preise bei der Fernwärme zu sichern. Auch in der Gravensteiner Versammlung war die Stimmung überwiegend positiv. Von den 114 anwesenden Personen stimmten 104 mit einem Ja, während nur acht Personen eine Fusion mit Sonderburg ablehnten. Zwei Stimmzettel waren blank.

An die 50 Anteilhaber waren zum Treffen gekommen – und viele von ihnen waren unzufrieden. Am meisten über den Artikel in JydskeVestkysten, wo über den Ausschluss der Presse geschrieben worden war. Von einer derartigen Verschlossenheit nahmen mehrere Anteilhaber Abstand, unter anderem auch der frühere Bürgermeister in Gravenstein, Peter Brodersen. Ein Anwesender vermutete, „das etwas unter den Teppich gekehrt werden soll“.

„Ich bin ein Anteilhaber – und Journalist – und ich setze gern meinen Namen unter den Artikel“, meinte Flemming Nielsen aus Ekensund, der am Tag zuvor einen kritischen Leserbrief veröffentlicht hatte. Seine Stellungnahme wurde am Donnerstag auch im Nordschleswiger veröffentlicht. In den Satzungen der Fernwärme Gravenstein steht, dass die Presse keinen Zugang zu den Treffen hat, erklärte der Vorsitzende Morten Sommer. Der Dirigent des Treffens, Hans Henrik Wurlitzer meinte, das Repräsentanten der Presse erst hinzukommen dürfen, wenn die Anteilhaber dem zugestimmt hätten. Der Fotograf von Gråsten Avis, der fleißig Bilder schoss, wurde aber nicht hinausgeworfen. Die Generalversammlung in Gravenstein dauerte gut eine Stunde.

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