Schuljubiläum

Warst du an der Schule? Der Kindercampus feiert 50. Geburtstag und lädt ein

Warst du an der Schule? Der Kindercampus feiert 50. Geburtstag und lädt ein

Warst du dabei? Der Kindercampus feiert 50. Geburtstag

Lunden
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Die Kinder der 5. und 6. Klasse recherchieren derzeit gemeinsam mit Lehrerin Susan Langer die Geschichte ihrer Schule. Hier sitzen sie vor dem Bild der alten deutschen Schule in Norburg. Ein Geschenk, das die Schule in Lunden 1972 zum Umzug erhielt. Foto: Sara Eskildsen

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Im September 1972 feierte die Deutsche Schule Lunden ihre Einweihung. Die aktuellen Schülerinnen und Schüler haben Spannendes über die Vergangenheit ihrer Schule herausgefunden. Grund genug für eine Ausstellung – und ein Fest.

Rund 1.500 Kinder haben in den vergangenen 50 Jahren die deutsche Schule in Lunden besucht. Wer eines davon war, für den heißt es aufgepasst: Der Kindercampus Lunden lädt dazu ein, am 30. September gemeinsam das Jubiläum zu begehen.

„Wir laden alle Ehemaligen und Freunde der Schule ein, mit uns das Jubiläum zu feiern“, sagt Schulleiterin Marion Petersen.

Am Freitag, 30. September, freuen sich Lehrkräfte, Eltern und Kinder auf viele Gäste in der Schule. Von 16 bis 19 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen, Würstchen sowie ein leckeres Büfett. Die Klassen 5 und 6 führen durch eine Ausstellung, die sie derzeit erstellen.

Die aktuellen Schülerinnen und Schüler erforschen die Vergangenheit – und haben dafür unter anderem mit einer ehemaligen Schülerin gesprochen, die 1972 mit der deutschen Schule aus Norburg nach Lunden umgezogen ist. Das eingerahmte Foto zeigt alle Kinder der Schule von 1972. Foto: Sara Eskildsen

Aber wie sieht sie eigentlich aus, die Geschichte der deutschen Schule in Lunden? Die Kinder der Klassen 5 und 6 haben es gemeinsam mit ihrer Lehrerin Susan Langer herausgefunden.

Sie haben das Archiv in Norburg (Nordborg) besucht, in alten Papieren gestöbert und alte Ausgaben aus dem „Nordschleswiger“ gelesen, um mehr über ihre Schule zu erfahren.

Die Schülerinnen und Schüler vor dem Lokalhistorischen Archiv in Norburg. Hier war die deutsche Schule auf Nordalsen eine Zeit lang zu Hause, bevor die Privatschule in den Neubau nach Lunden umzog. Foto: Kindercampus Lunden

Dabei kam heraus, dass die deutsche Schule auf Nordalsen (Nordals) zunächst in einem Gebäude am Langesø mitten in Norburg untergebracht war – dem heutigen Mitbürgerhaus. Nach einem Umzug in ein Haus am Norburger Løjtertoft – dem Sitz des heutigen Archivs – zog die Schule in den Neubau nach Lunden um.

„Der Nordschleswiger“ war 1972 dabei

Redakteur Herbert Giese schrieb damals in der Tageszeitung „Der Nordschleswiger“: „Aus der grünen Insellandschaft zwischen Lunden und Brandsbüll erhebt sich ein imposantes Gebäude in strahlendem Weiß: die neue deutsche Privatschule auf Nordalsen, die morgen offiziell eingeweiht wird. Das alte Sprichwort ,was lange währt, wird endlich gut’ trifft auf die Lehrerschaft in besonderem Maße zu, denn die Bauzeit wurde um nicht weniger als zwei Jahre überschritten. Das Ergebnis aber ist phantastisch. ,Die Schule’, so sagt Rektor Fritz Möller, ,wurde für die Zukunft gebaut. In ihr kann auch in zehn Jahren noch zeitgemäß unterrichtet werden’.“

So sah die Berichterstattung des „Nordschleswigers“ 1972 aus. Foto: Sara Eskildsen

Im Geschichtsunterricht fanden die Schülerinnen und Schüler auch heraus: Zum Einzug bekam die Schule in Lunden damals eine Arbeit des Kunstmalers Thomas Hansen aus Brunde geschenkt: ein Bild von der alten Schule in Norburg. Das Werk hängt in der Aula des Kindercampus und erinnert an alte Zeiten.

Wie erleben die heutigen Kinder die deutsche Schule in Lunden 50 Jahre nach der Einweihung? Die Klassen 5 und 6 haben auf diese Frage geantwortet.

Sofi: „Ich finde die Schule gut. In anderen Schulen, wie in Sonderburg, da ist es richtig voll. Wir sind eine kleine Schule, und da ist es besser, finde ich. In 50 Jahren bin ich 60 – da gehe ich dann nicht mehr in die Schule.“

Schülerin Sofi Foto: Sara Eskildsen

Ava: „Ich finde es gut hier. Und bei dem Geschichtsprojekt ist es auch interessant zu erfahren, wie es hier früher aussah. Da hinter unserem Klassenzimmer war früher eine Glaswand, hinter der der Physikraum war. Der Lehrer hat damals von hier aus aufgepasst, dass die 7. Klasse keinen Quatsch macht.“

Schülerin Ava Foto: Sara Eskildsen

Siri: „Ich finde es gut, dass die Schule so klein ist.“

Schülerin Siri Foto: Sara Eskildsen

Paulina: „Ich finde die Schule toll. Sie ist schön klein. Ich habe in Hamburg gelebt, und da waren richtig viele Schüler in einer Klasse. Ich finde es toll, dass hier nicht so viele sind.“

Schülerin Paulina Foto: Sara Eskildsen

Lea: „Ich finde es vor allem cool, dass es hier so ein großes Außengelände gibt. In meiner alten Schule gab es nur so ein kleines, hier gibt es eine riesige Wiese und den Spielplatz. Das ist schön, denn in der alten Schule in Hamburg war es immer so laut.“

Schülerin Lea Foto: Sara Eskildsen

Nele: „Ich finde es toll, dass hier in der Klasse nicht so viele sind. Wir sind neun insgesamt.“

Schülerin Nele Foto: Sara Eskildsen

Luca: „Ich finde es schön, dass die Schule so klein ist und es wenige Schüler gibt. In meiner alten Schule in Hessen waren wirklich viele Schüler in einer Klasse. Toll, dass es hier eine große Wiese gibt, und einen Parcours und einen Wald, in dem man sich Höhlen bauen kann.“

Schüler Luca Foto: Sara Eskildsen

Die Kinder freuen sich darauf, Gäste am 30. September durch ihre Ausstellung zu führen, in der sie die Ergebnisse ihrer Recherche präsentieren werden.

Wer die Einladung der Schule für die Jubiläumsfeier annehmen möchte, möge sich bis zum 23. September unter info@kindercampus.dk anmelden.

Die Einladung des Kindercampus Lunden ist an alle Ehemaligen und Freunde der Schule gerichtet. Foto: Sara Eskildsen
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