Dronning Margrethe II.

„Unglaublich tüchtig und kreativ“

hm/jub
Gravenstein/Gråsten
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Foto: Frank Cilius/Scanpix

Am Sonntagvormittag wurde die neue Altardecke der Königin in der Gravensteiner Schlosskirche eingeweiht. Die Arbeit findet im Netz viel Anerkennung.

Mit einem Festgottesdienst in der Gravensteiner Schlosskirche ist am Sonntagvormittag die Altardecke von Königin Margrethe eingeweiht worden. Am Festgottesdienst nahmen die Königin und Prinzessin Benedikte teil.
Nach dem Gottesdienst berichtete die Königin im Sender TV Syd über ihre Arbeit an der Altardecke. Die Blumenmotive zeigen Rittersporn, eine royale Lieblingspflanze, und Lilien. Letztere schätzte Königin Ingrid, die die bisherige Altardecke im Jahr 1943 stiftete, sehr. Drei Margeriten symbolisieren Prinzessin Benedikte, Königin Anne-Marie und Königin Margrethe selbst und die Verbindung zu Gravenstein.
Gegenüber dem Nordschleswiger ergänzte die Kirchengemeinderatsvorsitzende für Gravenstein und Atzbüll, Helle Blindbæk, das Mittelstück scheine eine besondere Bedeutung für die Königin zu haben. Das Mittelstück stickte sie kurz nach Prinz Henriks Tod bei einem Aufenthalt in Norwegen. Es zeigt die Lebensquelle, die auch in den Psalmen „Alle mine kilder” sowie „Som tørstige hjort monne skrige" eine bedeutende Rolle spielt. Die beiden Psalme sollen die Königin bei ihrer Arbeit inspiriert haben. Auch die französischen Lilien können so interpretiert werden, dass sie auf ihren verstorbenen Ehemann hindeuten, bestätigt ist dies allerdings nicht.
Das Antependium, an dem die Königin über 250 Stunden in zwei Jahren arbeitete, kann nun während der Gottesdienste und anderen kirchlichen Anlässen erlebt werden. Dies teilt das Königshaus auf seiner Facebook-Seite mit. Die Kommentare, die dort hinterlegt wurden, waren am Sonntagnachmittag durchweg positiv, die „sehr schöne Arbeit“, fand viel Anerkennung. „Unsere Königin ist unglaublich tüchtig und kreativ", schreibt Kirsten Lunde Frandsen.
Die bisherige Altardecke, die von Königin Ingrid gestickt wurde, kommt auch weiterhin zur Geltung. Von einer Vitrine geschützt, bleibt es der Öffentlichkeit zugänglich.

Die neue Altardecke von Königin Margrethe Foto: Frank Cilius/Scanpix
Königin Margrethe vor ihrem Werk. Foto: Friedrich Hartung
Die Schlosskirche in Gravenstein bietet die richtige Kulisse für das Antependium. Foto: Friedrich Hartung
Pastorin Hanne Beierholm Christensen Foto: Friedrich Hartung
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