Urlaubssaison

Tourismus in Sonderburg: „Buchungen nehmen Fahrt auf“

Tourismus in Sonderburg: „Buchungen nehmen Fahrt auf“

Tourismus in Sonderburg: „Buchungen nehmen Fahrt auf“

Sonderburg/Sønderborg
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Mette Sehrt leitet das Tourismusbüro an der Sonderburger Perlegade. Seit dem Wochenende sind die Mitarbeiter wieder vor Ort. Foto: Sara Wasmund

Im Sonderburger Tourismusbüro haben die vier Mitarbeiter seit dem Wochenende jede Menge zu tun. Mit welchen Fragen die Touristen kommen und wie die Saison nach Corona angelaufen ist, verrät Büroleiterin Mette Sehrt.

Seit dem Wochenende hat das Tourismusbüro in der Sonderburger Innenstadt wieder geöffnet. Die Corona-Krise ist abgeflaut, der Alltag soll nun auch im Tourismus wieder Fahrt aufnehmen.

Wie ist das erste Wochenende gelaufen? „Wir hatten alle Hände voll zu tun“, sagt Mette Sehrt. Sie ist die Leiterin der Anlaufstelle für Touristen in Sonderburg und berät Besucher und kommende Touristen, die die Kommune Sonderburg erkunden und erleben wollen.

Viele offene Fragen von deutschen Touristen

„Wir haben derzeit auch viele Anrufe aus Deutschland. Die Leute kommen gerade in Schwung mit den Buchungen, und wir helfen dabei, wo wir nur können.“

Zum Beispiel wollte jemand aus Deutschland wissen, ob man an den fünf Tagen am Stück, die die Regierung als Mindest-Voraussetzung für einen Aufenthalt für Deutsche im Land gestellt hat, an nur einer Übernachtungsstätte sein muss. Oder ob man auch an verschiedenen Orten übernachten darf. „Beispielsweise zwei Nächte hier und drei Nächte dort“, erzählt Mette Sehrt. „Wir googeln das dann und finden es heraus. So konnten wir mitteilen: Ja, man darf an unterschiedlichen Orten übernachten.“

Das Tourismusbüro in Sonderburg liegt an der Perlegade im „Det Sønderjyske Hus“. Foto: Sara Wasmund

Über die Pfingsttage und am Dienstag waren es vor allem Dänen von Fünen, Seeland oder aus Jütland, die das Tourismusbüro aufgesucht haben. „Ob das mehr sind als im vergangenen Jahr, ist schwer zu sagen. Es waren auf jeden Fall hauptsächlich Dänen, und es war sehr viel los“, so die Filialleiterin.

Es geht langsam aufwärts

Neben den Campingplätzen machen die Sommerhausvermietungen den größten Teil an Urlaubern in der Kommune Sonderburg aus. Ist die Saison trotz Corona-Krise noch zu retten?

Fest steht, dass das Geschäft über Ostern und Himmelfahrt sehr schlecht lief, weil die deutschen Touristen nicht ins Land durften. Aber jetzt nehmen die Buchungen gerade Fahrt auf, sowohl von Dänen als auch von Deutschen.

Mette Sehrt, Büroleiterin

„Fest steht, dass das Geschäft über Ostern und Himmelfahrt sehr schlecht lief, weil die deutschen Touristen nicht ins Land durften. Aber jetzt nehmen die Buchungen gerade Fahrt auf, sowohl von Dänen als auch von Deutschen. Noch ist es zu früh, um einen Überblick zu haben, aber spätestens ab dem 15. Juni, wenn die Deutschen wieder einreisen dürfen, um Urlaub zu machen, rechnen wir mit guten Übernachtungszahlen“, so Mette Sehrt.

Die Sitzbereiche sind abgesperrt, auf dem Boden weisen Markierungen auf den Sicherheitsabstand hin. Foto: Sara Wasmund



Um die Ansteckungsgefahr im Tourismusbüro so gering wie möglich zu halten, dürfen immer nur fünf Besucher auf einmal im Raum sein. Touchscreens und andere Kontaktoberflächen werden alle zwei Stunden desinfiziert, an mehreren Stellen stehen Desinfektionsbehälter, und an der Theke trennt eine Plexiglasscheibe die Besucher von den Angestellten.

„Wir passen gut auf uns und die Besucher auf“

„Wir passen gut auf uns und die Besucher auf“, sagt Mette Sehrt. Neben den Mitarbeitern steht den Gästen zur Information ein digitaler Infoständer zur Verfügung. Einer von neun, die in der ganzen Kommune verteilt wurden. „Das war eine große Hilfe, während wir geschlossen haben mussten. Auch unsere App ,Visit Sønderborg‘ ist rechtzeitig fertig geworden“, freut sich die Tourismusmanagerin.

Das Gerät weist auf Sehenswürdigkeiten und Naturerlebnisse hin. „Wir erleben übrigens auch, dass so einige lokale Bürger ihre Kommune neu entdecken wollen und sich bei uns darüber informieren, was man zu Hause vor der eigenen Haustür alles erleben kann“, erzählt Mette Sehrt.

Einer von neun digitalen Infoständern in der Kommune Foto: Sara Wasmund
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