Ringreiten

Tolle Kunst beim Reiterfest

Ilse Marie Jacobsen
Ilse Marie Jacobsen Journalistin
Sonderburg/Sønderborg
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V. l. Hans Otto Ewers, Andreas Welin, A. P. Hansen und Jens Hansen mit dem Rahmen für das Werk zu Ringreiten. Foto: Ilse Marie Jacobsen

Neue Initiative beim Ringreiten. Ringreiterkomitee holt den Künstler Andreas Welin zum großen Kunstevent auf den Ringreiterplatz.

Neue Initiative beim Ringreiten. Ringreiterkomitee holt den Künstler Andreas Welin zum großen Kunstevent auf den Ringreiterplatz.

Das Ringreiterfest ist eine Feier der alten Traditionen. Aber es dürfen auch gern neue Dinge hinzukommen, die noch mehr Publikum auf den Sonderburg Ringreiterplatz locken.

Deshalb zaubert das Ringreiterkomitee in diesem Jahr eine ganz neue Karte aus dem Ärmel. Auf dem Ringreiterplatz wird ein von einem Bürger vorgeschlagenes Motiv von einem Experten der Graffiti-Kunst in ein großformatiges Kunstwerk verwandelt. Es ist der gebürtige Sonderburger Andreas Welin, der ab 14 Uhr zu seinen Graffiti-Sprühdosen greift. Drei Stunden später wird das 2,20 x 1,40 Meter große Kunstwerk versteigert. Auktionator ist der frühere Sonderburger Bürgermeister A. P. Hansen. Wer ein spannendes Motiv vorschlagen möchte, kann auf Facebook unter „Rytterkomite Sønderborg Ringrid-ning“ oder „Andreas Welin – alles Kunstværk“ ein Foto oder einen Titel für das Werk eingeben. Andreas Welin wird selbst einen der Vorschläge auswählen.

Der 24-Jährige freut sich auf einen weiteren Besuch in seiner Heimatstadt. Er hat sich auf einzigartige Wanddekorationen für Unternehmen und Privatleute spezialisiert. Sein Können verfeinert er bei monatelangen Workshops unter anderem in New York und Australien. Er hat unter anderem auch tolle Graffiti beim Roskilde Festival gemacht. Auch das große Porträt von Jørn Mads Clausen bei Torve-Hallerne ist ein Werk von Andreas Welin.

„Ich liebe Porträts und Werke, wo eine Botschaft dahinter steckt“, erklärt der Künstler, der im Augenblick am Sonderburger Hafen mit seinem Kopenhagener Kollegen Rasmus Balstrøm ein riesiges Werk herstellt. Sie malen ein Porträt des anderen. Der Sonderburger bekommt einen ländlichen Hintergrund, der Kopenhagener tolle Klamotten und eine Großstadt. Hans Otto Ewers freut sich auf die neue Initiative beim Ringreiten. „Man kann Stunden lang den Arbeitsprozess mitverfolgen. Und bei der Auktion werde ich auch mitmachen“, versprach der Rittmeister.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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