Corona-Hilfe

Stig Aunfelt ganz auf Straßenniveau

Stig Aunfelt ganz auf Straßenniveau

Stig Aunfelt ganz auf Straßenniveau

Sonderburg/Sønderborg
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Ein Kunstwerk mit einer wichtigen Botschaft: Seid geduldig Foto: Ilse Marie Jacobsen

Der Sonderburger Künstler hat elf Zeichnungen zum Thema Covid-19 gemacht. Sie sind in den kommenden Wochen in der Perlegade zu sehen.

Der Künstler Stig Aunfelt musste nicht lange überredet werden. Als der Möbelhändler Jørn Juhl ihn fragte, ob er nicht das Thema Corona kreativ bearbeiten könnte, war Aunfelt sofort bei der Sache.

In lediglich einer Woche produzierte er verschiedene Kunstwerke, die in den kommenden Wochen in der Fußgängerzone in den Schaufenstern des früheren Maklerbüros „1ABolig“ hängen werden.

Stig Aunfelt hat im vergangenen Jahr 50 Mund-Nasen-Masken verziert. Diese wird er auch zu einem späteren Zeitpunkt ausstellen. Foto: Ilse Marie Jacobsen

Obelix und die bezaubernde Jeannie

Ob ein lieber Obelix mit Grabstein, Staatsministerin Mette als bezaubernde Jeannie oder ein Rocksänger, in dessen Sprachblase die wichtige Botschaft „I love Sønderborg. Be patience, be patience. Denmark – Remember B117“ steht. Stig Aunfelt hatte schon immer seine ganz eigene Art, die aktuellen Themen und seine politischen Denkanstöße in ein Kunstwerk zu verwandeln.

Stig Aunfelt mit seiner neuen Ausstellung Foto: Ilse Marie Jacobsen

„Es ist ja eine triste Zeit mit dem Shutdown und Corona. Aber jetzt bring ich die Kultur auf ein Straßenniveau. Die Leute bewegen sich ja eigentlich wie in ihren eigenen kleinen Ballons. Sie halten Abstand. Die Werke sind eine Art Aufruf – dass man immer noch geduldig sein muss“, so der Künstler, der auf der Perlegade sofort von interessiert auf die Kunstwerke schauenden Frauen und Männern angesprochen wird.

Man muss herunterschalten

Er spricht immer gern mit den Kunstinteressierten. „Wir leben hier ja eigentlich in einem Paradies. Das Krankenhauswesen ist nicht überstrapaziert. Aber wir müssen immer noch eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen“, so Stig Aunfelt. „Unserem Gesundheitswesen gebührt ein großer Dank für den Einsatz. Sie sorgen für unser aller Wohlergehen “, meint er.

Mette Frederiksen als bezaubernde Jeannie Foto: Ilse Marie Jacobsen

Für ihn ist Corona eine irritierende Sache. Aber es gibt auch Dinge, die vielleicht gar nicht so schlecht sind. „Man muss herunterschalten. Ich gehe oft in der Natur spazieren. Das ist für mich völlig zugegen sein“, meint der Künstler.

Dreimal bei der KE-Ausstellung

Stig Aunfelt ist ein anerkannter Künstler. So war unter anderem auch dreimal bei der jurierten künstlerischen Herbstausstellung in Kopenhagen dabei. Die KE hat im vergangenen Jahr ihren 120. Jahrestag feiern können. Die jährliche Ausstellung gehört im Königreich zu den ältesten. „Dort mehrfach durch das Nadelöhr zu kommen, das ist schon was Besonderes“, so Aunfelt.

Das Buch zum 120. Jubiläum der KE-Ausstellung Foto: Ilse Marie Jacobsen
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