Freizeitgestaltung

Spaziergang mit Seeadler: Shutdown-Tipps vom Naturführer

Spaziergang mit Seeadler: Shutdown-Tipps vom Naturführer

Spaziergang mit Seeadler: Shutdown-Tipps vom Naturführer

Meels/Mjels  
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Andreas Hermann blickt aus dem Pumpenhaus auf den Meelser See, einer seiner Lieblingsorte im Naturpark. Foto: Karin Riggelsen

Was tun in den kommenden Shutdown-Wochen? Naturführer Andreas Hermann verrät seine Lieblingsorte und stellt kostenlose und spannende Ausflugsmöglichkeiten im Naturpark Nordalsen vor.

Die Enten schwimmen mitten auf dem Meelser See. Ein Zeichen, verrät Andreas Hermann. Er steht auf der Aussichtsplattform am Pumpenhaus und deutet das Verhalten des Geflügels auf dem Wasser. „Das heißt, dass der Seeadler gerade nicht in der Nähe ist.“

Der Naturführer kannte die Seenlandschaft schon, als es hier bei Meels noch gar keine Seen gab. Er war dabei, als der Meelser See und der Bundsee 2005 und 2016 renaturiert und geflutet wurden. Seit Dezember 2020 ist die Seenlandschaft auf Nordalsen (Nordals) ein offizieller Naturpark ­– und bietet sich gerade im Shutdown als spannendes Ausflugsziel für die ganze Familie an.

Zugang zum Geräteraum für alle

Andreas Hermann lädt dazu ein, die Natur zu erkunden. Was viele nicht wissen: Das Pumpenhaus am Meelser See ist nicht nur mit Picknick-Tischen und Aussichtsplattform ausgestattet und steht Ausflüglern und Spaziergängern stets offen.

Andreas Hermann im Geräteraum des Pumpenhauses. Hier kann man sich unter anderem Netze und Wathosen ausleihen. Foto: Karin Riggelsen

Im Inneren befindet sich auch ein Raum, in dem man sich Ferngläser, Vogelbücher, Wathosen und Unter-Wasser-Kameras ausleihen kann. Ein Anruf bei der kommunalen Naturschule (Tel. 74 45 90 64) oder dem Vorsitzenden der lokalen Pumpenhausfreunde (Tel. 40 16 49 80) – und man erhält den entsprechenden Zugangs-Code.

Die Kontaktdaten befinden sich auf der Tür zum Geräteraum. Foto: Karin Riggelsen
Die Pumpenstation am Meelser See ist immer geöffnet. Im Inneren stehen Tische, und auf der Rückseite des Hauses ist eine Aussichtsplattform. Foto: Karin Riggelsen

„Wir haben bislang nur gute Erfahrungen gemacht“, sagt Andreas Hermann. „Die Leute gehen sehr sorgfältig mit den Sachen um und hängen sie ordentlich wieder zurück.“ Meistens sind es Schulklassen, die sich mit Netzen und Lupen ausstatten und in der Natur rund um den See auf Entdeckungsreise gehen. „Aber die Sachen stehen allen Bürgern zur Verfügung, jeder kann kommen und hier auf Natursafari gehen“, so Hermann.

Ein Seeadler hat in der Nähe sein Nest

Nicht gering ist die Chance, rund um den Meelser See den Seeadler zu erspähen, der seit mehreren Jahren an einem geheimen Ort in der Nähe sein Nest hat. „Der Adler fliegt hier fast jeden Tag vorbei. Man sieht es an den Enten, wenn er sich nähert, die verziehen sich dann ganz schnell ins Schilf.“

Hier geht es zum Meelser See und dem Pumpenhaus:

Auf der Aussichtsplattform am Pumpenhaus zeigt ein Infoschild den örtlichen Vogelbestand. Foto: Karin Riggelsen

Ein weiterer Tipp von Andreas Hermann: der Oksbüller Wald, den die Kommune 2016 als Naturforst angelegt hat. Die Bäume sind mittlerweile bis zu drei Meter hoch, die 150 Hektar Wald laden zum Spazierengehen ein. „Es gibt sehr schöne gewundene Spazierwege, und mittlerweile gibt es viele Rehe und Hirsche dort“, verrät der Naturkenner.

Picknick in der Hütte am Oldenor

Einen Ausflug wert ist auch der Spazierweg, der am Meelser Pumpenhaus beginnt und an der Mjels Vig vorbei zum Oldenor Richtung Düwig (Dyvig) führt. „Am Oldenor gibt es eine Aufenthaltshütte, da kann man wunderbar mitgebrachten Kakao und Kaffee trinken“, so Hermann.

Andreas Hermann auf einem Spazierpfad, der bis zum Oldenor und weiter Richtung Düwig führt. Foto: Karin Riggelsen

Ein weiterer Weg, der entdeckt werden kann, ist der Pfad vom Meelser See nach Broballe hin zum Bundsee. „Dort haben wir auch eine Vogelbeobachtungsstation errichtet, die auf Nutzer wartet“, so Hermann. Und auch dort gilt: Verkrümeln sich die Enten ins Schilf, ist der Seeadler nicht weit.

Die hügelige Natur auf Nordalsen ist von Gletschern geformt worden. Foto: Karin Riggelsen
Der weiße Punkt rechts unten zeigt den Standort der neuen Vogelbeobachtungsstation. Foto: Google Screenshot
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