Radwege

Sicher radeln von Dünth nach Schelde

Sicher radeln von Dünth nach Schelde

Sicher radeln von Dünth nach Schelde

Dünth/Dynt
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Der Pfad zwischen Dünth und Schelde liegt dort, wo einst die Eisenbahn entlang fuhr. Foto: Kommune Sonderburg

Am Donnerstag wird ein neuer Fahrradweg zwischen Dünth und Schelde eingeweiht. Alle können zu Fuß oder mit dem Fahrrad teilnehmen.

Am Krammarksvej in Dünth wird es am Donnerstag um 15 Uhr feierlich zugehen: Dort wird der von „Landsbylauget Dynt-Skelde-Gammelgab“ vor vielen Jahren angeregte Rad- und Wanderpfad feierlich von der technischen Ausschussvorsitzenden Aase Nyegaard (L) eingeweiht.

Die Teilnehmer dürfen sich auf einen zwei Kilometer langen Spaziergang oder Radausflug von Dünth nach Schelde/Skelde freuen.

„Der Pfad war lange unterwegs. Sehr lange sogar, wenn wir die ganze Geschichte miteinbeziehen. Aber jetzt ist er da und ich hoffe, dass sehr viele ihn nutzen werden, auf dem Weg zur Schule, zum Einkauf, oder zum Sport. Oder auch Touristen im Urlaub.

Mit seiner Lage weg von den Straßen gibt es eine Verkehrssicherheit, Frieden und Ruhe, und es gibt die Möglichkeit, einige Gebiete von Broackerland zu sehen, die man sonst nie erreichen würde.

Aase Nyegaard, Stadtratspolitikerin

Mit seiner Lage weg von den Straßen gibt es eine Verkehrssicherheit, Frieden und Ruhe, und es gibt die Möglichkeit, einige Gebiete von Broackerland zu sehen, die man sonst nie erreichen würde“, so Aase Nyegaard. Sie hofft, dass viele bei der Einweihung dabei sein werden.

Wunsch ist über 30 Jahre alt

Der Vorsitzende der Dorfgilde, Jens Christensen, freut sich, dass es nun endlich einen Radweg gibt. „Das ganze Projekt begann eigentlich in den 70er oder 80er Jahren. Wir haben dann 2018 untersucht, wie groß das Interesse an dem Pfad eigentlich ist. Und viele haben sich positiv dazu geäußert“, stellt er fest.

In der Gegend gibt es viele Radsportler. Hinzu kommen die Schüler der Nachschule Adventure am Dyntvej 113, die für einige Unterrichtsstunden nach Broacker fahren müssen. Dies ist nun auf dem neuen Radweg möglich.

Der neue Pfad führt durch das schöne Broackerland. Foto: Kommune Sonderburg

Bei der Etablierung des Pfads hatte die Kommune laut Jens Christensen einst fünf Millionen für einen asphaltierten Belag abgesetzt. „Doch dann wurden zwei Millionen für andere Dinge abgezwackt, und dann mussten wir uns mit Schotter begnügen. Ich hoffe, dass der hält. Aber in zwei Jahren kontollieren wir alles“, so Jens Christensen.

Mehrere Gründe sprachen für Schotterbelag

Für den Politiker Stefan Lydal (DF) gab es andere Gründe. „In der Arbeit mit dem Pfad hatten wir einen engen Dialog mit den Grundbesitzern. Auf einigen Bereichen des Pfads gibt es Wasserflächen und deshalb mussten wir die Asphaltpläne fallen lassen. Auf einem Bürgertreffen haben die Bürger erklärt, dass sie Schotter bevorzugen. Das ist der Hintergrund, warum ein Schotterpfad mit Steinmehl angelegt wurde. Asphalt auf dem Pfad hätte große Investitionen in eine teure Entwässerung erfordert“, so Lydal.

Von 1910 bis 1932 bummelte die einstige „Broagerbanen“, auch „Skeldebanen“ genannt, von Westersatrup/Vester Sottrup über Broacker/Broager und Dünth/Dynt nach Schelde/Skelde.

Nach Schließung der Bahnstrecke haben die Bewohner den Schienenbereich zwischen Broacker und Dünth für Spaziergänge oder mit dem Fahrrad genutzt. Zwischen Schelde und Dünth lag die Strecke allerdings jahrzehntelang nur öde dahin. Nun erwacht die Strecke als Radweg zu neuem Leben.

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