Natur und Forschung

SDU-Studenten retten die Bienen

SDU-Studenten retten die Bienen

SDU-Studenten retten die Bienen

Sonderburg/Sønderborg
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Foto: dpa

Mithilfe der Firma Swienty haben Studenten der Süddänischen Universität ein Mittel zur Bekämpfung der Varroamilbe gefunden. Diese sorgen dafür, dass immer mehr Bienenvölker aussterben.

Die Menschen können einpacken, wenn es mal keine Bienen mehr gibt. Das hat schon Albert Einstein gesagt. Keine Bestäubung bedeutet weniger Pflanzen – keine Bienen, keine Menschen.

Deshalb hat der markante Rückgang bei den Honigbienen die Forscher auf den Plan gerufen. Schuld an den rückläufigen Zahlen ist nicht zuletzt die Varroamilbe, die seit 1977 ganze Bienenstöcke in Europa und Amerika zerstört hat.

Die Varroamilbe ist ein Parasit, der die Honigbienen angreift. Sie wird mit dem Entfernen der Wachstafel bei den jungen Milben bekämpft. Oder der Bienenfamilie wird Ameisensäure in kontrollierten Mengen zugeführt. Das Problem mit der Ameisensäure: Die Bienen sterben, wenn die Menge zu konzentriert und die Temperatur zu hoch ist.

Studenten finden Lösung

Aber Studenten der SDU (Süddänische Universität) haben nun in einem Semester-Projekt eine Lösung gefunden. In Zusammenarbeit mit dem Sonderburger Unternehmen Swienty haben die Studenten ein Gerät entworfen, das die Konzentration der Ameisensäure genau kontrolliert.

„So wie es heute ist, gießt man eine Portion Ameisensäure in den Bienenstock, und dort lässt man diese verdampfen. Das bewirkt, dass die Konzentration anfangs sehr hoch, zum Schluss aber nur sehr niedrig ist. Es ist also keine ausgewogene Aktion“, stellt der Ingenieurstudent Daniel Lyngby Commerou fest.

Mithilfe eins Motors und eines Sensors wird der Prozess automatisiert. Die Säure wird in einer ganz bestimmten Menge verteilt – von Anfang bis Ende. Und damit werden auch die Bienen gerettet.

Die Ingenieurstudenten haben für ihr Semester–Projekt ein Patent beantragt. Die Anlage wird den dänischen Bienenzüchtern das Arbeiten erleichtern. Mit der Anlage werden die Züchter auch die Temperatur im Bienenstock kontrollieren können. Die Anlage soll an Bluetooth, GSM und Wifi angeschlossen werden können. So kann die Anlage vom Handy aus gesteuert werden.

Die neue Anlage wird noch getestet. Die Erfindung sollte aber einmal in ganz Europa verbreitet werden.

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