Ladenschließung

Eine schwere Entscheidung

Ilse Marie Jacobsen
Ilse Marie Jacobsen Journalistin
Gravenstein/Gråsten
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Torben Rasmussen freut sich auf mehr Zeit für die Familie. Foto: Karin Riggelsen

„Rasmussen Sko“ im Ulsnæs Centret wird in Kürze geschlossen. 35 Jahre lang hatte Torben Rasmussen sein Geschäft im Ulsnæs Centret.

35 Jahre lang konnten die Kunden im Ulsnæs Centret sich bei Rasmussen Sko schönes oder praktisches Schuhwerk kaufen. Aber damit ist bald Schluss. Torben Rasmussen hat im Zuge des geplanten Umbaus des Ulsnæscenters eine schwere Entscheidung getroffen. „Ich mache dicht. Ich werde nächstes Jahr 60 Jahre alt, und dann will ich mich nicht an einen Mietvertrag und einen neuen Laden binden. Das ist mit ganz viel Arbeit und Kosten verbunden. Dann werde ich etwas anderes machen“, stellt der Geschäftsinhaber fest.

Er weiß schon jetzt, dass seine Kunden ihn vermissen werden. „Sie sind traurig, aber das bin ich auch. Aber es wird ja ein Geschäft geschlossen, das schon unglaublich lange hier im Zentrum lag“, stellt Torben Rasmussen fest. Er hat sich schon immer um den Handel in Gravenstein gekümmert. Er war Vorsitzender im Gravensteiner Handelsstandsverein und auch im Centerverein.

Torben Rasmussen ist in einer Schuh-Dynastie aufgewachsen. Sein Vater und Großvater waren ebenfalls selbstständige Schuhverkäufer. Torben Rasmussen hat alles. In den 200 Quadratmetern von Rasmussen Sko gibt es witzige Schuhe für Kinder, elegante Damenschuhe und klassisches Herrendesign. „Wir waren schon immer ein richtiger Familienladen. Wir haben ein sehr breites Warensortiment“, stellt Rasmussen fest. Er hat Waren von Ara, Garbo, Ecco und einer italienischen wie portugiesischen Marke.

Guten Komfort und weiches Design

Wo einmal sehr hohe Pumps „in“ waren, müssen die Schuhe heutzutage nicht zuletzt auch komfortabel sein. „Heute wollen die Kunden einen guten Komfort und weiches und leckeres Design. Die Schuhe müssen heute von Anfang an passen und nicht erst eingelaufen werden“, stellt der Ladenbesitzer fest. Er hat seine Arbeit mit den Kunden schon immer geliebt. „Ich werde sie vermissen. Einige von ihnen kenne ich ja schon von Kind an. Es tut ein wenig weh, jetzt ade zu sagen“, meint Rasmussen.

Aufgrund des Umbaus des Centers muss er spätestens am 15. Januar sein Geschäft geräumt haben. Bis dahin kann der langjährige Schuhhändler aus Gravenstein aber noch Waren bestellen. „Wir werden noch gute Angebote haben“, meint Rasmussen, der ganz in der Nähe des Ulsnæscenters wohnt. Er radelt jeden Tag zur Arbeit.

Wenn das Geschäft geschlossen ist, freut sich Rasmussen auf eines: auf mehr Zeit mit seiner Familie. Dann wird er mit Frau Lilian öfter zum Sohn Dennis und den zwei Enkeln nach Kopenhagen fahren. „Die würden wir gern öfter sehen“, stellt er fest.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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