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Schulleiter bedankt sich für Corona-Einsatz

Schulleiter bedankt sich für Corona-Einsatz

Schulleiter bedankt sich für Corona-Einsatz

Gravenstein/Gråsten
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Niels Westergaard hielt seinen ersten Jahresrückblick als Schulleiter in der Turnhalle der Schule. Foto: Sara Wasmund

An der Förde-Schule konnte am Mittwochabend endlich die Generalversammlung von 2020 durchgeführt werden.

„Es war eine sehr intensive Zeit für alle, vor allem aber für euch Lehrer. Danke, dass ihr in dieser Zeit so viel Durchhaltevermögen gezeigt habt“, so der Vorsitzende des Vorstandes der Förde-Schule, Martin Lorenzen zu Beginn der Generalversammlung.

In einer luftigen Turnhalle waren die Stühle mit Abständen gestellt und rund 30 Teilnehmer waren dabei, darunter viele Lehrkräfte und Vorstandsmitglieder. Boy Lorenzen führte durch das Programm der Generalversammlung, die ursprünglich für den 28. Oktober 2020 geplant gewesen war – dann aber wegen der Ansteckungsgefahr und der Corona-Lage abgesagt wurde.

„Unser neues Dream-Team“

Vorsitzender Martin Lorenzen bezeichnete Schulleiter Niels Westergaard und dessen Stellvertreter Lars-Peder Thomsen als „unser neues Dream-Team“. Beide hatten im August 2020 die Leitung der Förde-Schule von Volkmar Koch offiziell übernommen.

Der Alltag an der Förde-Schule ist seit März 2020 von Corona-Restriktionen geprägt. Foto: Sara Wasmund

Schulleiter Niels Westergaard sprach in seinem Jahresbericht von einem „intensiven, erlebnisreichen, einem ganz besonderen Jahr, das durchaus arbeitsintensiv war“. Ein Jahr, von dem man später sicher mal seinen Enkeln erzählen werde, so Westergaard.

Die Schulleitung habe vonseiten der Kollegen große Unterstützung erfahren in diesem von Ausnahmesituationen geprägten Schuljahr, das bis zum März 2020 so normal verlief wie jedes andere Schuljahr auch.

Dank an den Vorgänger und den DSSV

„Mit Laterne laufen, Lottospiel, Weihnachtsprojekt und Feier, mit Grünkohlessen und Schlittschuhlaufen“, so Westergaard. Erst kurz vor dem bereits geplanten Elternbesuchstag im März 2020 war es mit dem Alltag vorbei. Der Besuchstag wurde abgesagt und seitdem ist an der Förde-Schule nichts mehr, wie es einmal war.

Auch der Abschied von Schulleiter Volkmar Koch, der in den Ruhestand gegangen ist, habe nur im kleinen Rahmen und mit 100 Personen stattfinden können. Seinem Vorgänger sprach Niels Westergaard ein großes Dankeschön aus, ebenso wie dem Deutschen Schul- und Sprachverein für Nordschleswig (DSSV), dem die Förde-Schule als deutsche Privatschule angeschlossen ist.

Ihr habt viel Unterrichtsstoff geschafft, und die Kinder haben nur ganz wenig versäumt.

Niels Westergaard, Schulleiter

Online-Unterricht und isolierte Klassen, Lehrer als Einzelkämpfer und Hygiene-Kontrolleure, abgesagte Klassenfahrten und Teams-Sitzungen statt Gespräche im Lehrerzimmer – das Jahr sei eine Herausforderung für alle gewesen.

Dennoch hätten es die Kollegen geschafft, weitaus mehr zu vermitteln als nur einen Notunterricht, so Niels Westergaard. „Ihr habt viel Unterrichtsstoff geschafft, und die Kinder haben nur ganz wenig versäumt“, dankte er den Lehrkräften für ihren Einsatz.

Kein Fall von Corona in der Förde-Schule

Man habe stets auf die sichere Variante gesetzt und kein Schüler sei während der Schulzeit an Corona erkrankt. Lediglich einen positiv getesteten Schüler gab es, jedoch inmitten der Weihnachtsferien. Niels Westergaard dankte den Eltern für ihr Einverständnis, dass die Schule Corona-Fälle im Familien- und Bekanntenkreis immer offen kommunizieren durfte. Das habe entscheidend zur Vorbeugung von Ansteckungen beigetragen.

Im September 2020 hatte die Förde-Schule 193 Schüler, 18 Lehrkräfte und zwei pädagogische Inklusionskräfte plus 4 Mitarbeiter in der Schul-Freizeit-Ordnung (SFO).

Im März 2021: Schüler der Förde-Schule erleben aufgrund der Restriktionen Unterricht im Freien. Foto: Karin Riggelsen

Als Leiterin der (SFO) berichtete Eveline Gade Gerber von dem Ausnahmejahr. Die normalerweise so offene und flexible Struktur mit Willkommens-Umarmung und Impulsen zum spontanen Spielen sei mit den Corona-Restriktionen nicht mehr möglich gewesen. So sei es zum Ziel der SFO geworden, in dieser Zeit der tiefen Verunsicherung Nähe und Schutz zu vermitteln.

Die SFO-Leiterin dankte alle Eltern, die ihre Kinder trotz Schließung der Einrichtung nicht abgemeldet hatten, das habe in der SFO für die nötige Planungssicherheit und Arbeitsruhe gesorgt. Die Sommerferienbetreuung 2020 sei von 34 bis 45 Kindern deutlich mehr genutzt worden, stellte Eveline Gade Gerber fest, die ihrem Team einen großen Dank für die geleistete Arbeit aussprach.

Vier wiedergewählte Vorstandsmitglieder

Bei den Wahlen zum Schulvorstand standen Martin Lorenzen, Solveig Schwarz, Anette Fink und Suppleantin Lilli Hammerich zur Wiederwahl. Alle vier nahmen eine Wiederwahl an, wobei Anette Fink in den Posten als Suppleantin wechselte.

Hans Peter Alnor hielt den Jahresbericht für den Förderverein der Förde-Schule. Foto: Sara Wasmund

Im Anschluss an die Generalversammlung der Förde-Schule schloss sich die Sitzung des Fördervereins an, der die Schule finanziell unterstützt. „2019 war ein Jahr mit sehr guten Beiträgen von den Mitgliedern, viele haben viel mehr überwiesen als nur den Mindestbeitrag von 50 Kronen“, stellte Hans Peter Alnor fest. „Unsere Ausgaben betreffen ausschließlich Sachen, die von der Schule gewünscht sind und zur Förderung der Kinder beitragen.“

Derzeit wird auf eine neue Rutsche gespart

Kassiererin Hannelore Nicolaysen konnte berichten, dass zum Jahresende 105.000 Kronen auf dem Konto bereitlagen. Der Förderverein hat in letzter Zeit vor allen den Ausbau des Spielplatzes gefördert. Derzeit wird auf eine Rutsche durch den Hang gespart.

Die beiden Vorstandsmitglieder des Fördervereins, Karin Sina und Peter Johannsen, standen zur Wahl und nahmen eine Wiederwahl an. Thomas Kleinschmidt und Martin Lorenzen wurden als Revisoren bestätigt.

Bei der Generalversammlung in der Turnhalle Foto: Sara Wasmund
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