Firmenrudern

Schlag auf Schlag auf dem Alsensund

DN
Sonderburg/Sønderborg
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Rudern – in Sonderburg am Sonnabend absoluter Zuschauersport. Foto: Cornelius von Tiedemann

Beim Firmen-Regattarudern in Sonderburg ging es am Sonnabend vor allem ums Dabeisein. Einige Teams glänzten mit fantasievollen Verkleidungen – andere mit durchaus respektablen Leistungen.

Das Wetter stimmte, als am Sonnabendvormittag die ersten Viererteams die Ruderboote bestiegen, die der deutsche Ruderverein Germania und der dänische Sønderborg Roklub bereitgestellt hatten. In den Sparten Frauen, Männer und Mixed hatten sich rund 40 Teams aus Firmen und Behörden in ganz Nordschleswig gemeldet, um die Arm- und Beinmuskeln spielen zu lassen – vor allem aber, um Spaß zu haben.

Denn Pokale gibt es beim „firmakaproning“ nicht nur für die Sieger, sondern auch für die beste Verkleidung, die besten Fans – und für die Letzten im Finale gibt es T-Shirts, auf denen auf Dänisch steht „wir haben's ruhig angehen lassen“.

Der Spruch galt rein kleidungstechnisch für einige Teams, zum Beispiel Danfoss und Agramkow, die mit roten bzw. blauen Shirts mit Firmenlogo aufliefen – ganz wie das Nordschleswiger-Team, dass in schleswigschem Blau antrat. Die Abteilung „Vand & Natur“ der Kommune Sonderburg war maritim in Seemansskleidung angetreten, andere liefen als rosa Prinzessinnen oder gestreifte Gefangene auf. Das Team von IP Nordic präsentierte sich locker in Hawaii-Hemden.

Das Team des Nordschleswigers mit Trainerin: Optimismus vor Beginn. Foto: DN

Rudern für alle – außer Profis

Auch kommendes Jahr soll es den Ruderwettbewerb, den viele Unternehmen als Teambuilding-Maßnahme nutzen, wieder geben – dann schon zum 25. Mal. Erfahrung am Riemen braucht man dafür übrigens nicht: Mehr als ein erfahrener Ruderer im Team ist nicht erlaubt. Schließlich geht es vor allem darum, Spaß zu haben und an den Sport herangeführt zu werden.

Deshalb bekommen die Teams im Vorfeld auch Rudertraining von den beiden Sonderburger Vereinen. Dem Team des Nordschleswigers nützte die hervorragende Vorbereitung am Ende allerdings nichts. Nach einer hervorragenden Generalprobe auf der rauen Apenrader Förde am Donnerstag wurden beide Ausscheidungsläufe am Sonnabend verloren.

„Mit dem seichten Wasser in Sonderburg sind wir einfach nicht zurechtgekommen“, suchte Nordschleswiger-Ruderer Cornelius von Tiedemann anschließend nach einer Erklärung. „Daran, dass wir mit drei Männern und einer Frau im Boot gegen die anderen reinen Männerteams antreten mussten, hat es nicht gelegen. Vielleicht eher an uns drei Männern im Boot“, mutmaßt er und schließt: „Aber das Team hat toll gearbeitet und Susanne vom Ruderverein Germania hat uns optimal vorbereitet. Es gibt einfach diese Tage, da sind die Anderen noch besser. Nächstes Jahr holen wir einen Pokal. Egal, welchen!“

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