Stadtgeschichte

Reges Interesse an zwei ikonischen Gebäuden

Reges Interesse an zwei ikonischen Gebäuden

Reges Interesse an zwei ikonischen Gebäuden

Sonderburg/Sønderborg
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Stehen zum Verkauf: Links die alte Kunstschule, rechts das Missbrauchscenter. Foto: Ilse Jacobsen

Bei der Sonderburger Kommune wurden fünf Gebote für die einstige Unterkunft der Kunstschule und des Missbrauchszentrum am Brorsonsvej abgeliefert. Der Stadtrat muss einem Verkauf zustimmen.

Was wird mit zwei von Sonderburgs schönsten alten Gebäude am Brorsonsvej 1 und 1a geschehen? Das wird vielleicht schon am 18. März entschieden. Dann wird der Ökonomieausschuss die fünf abgegebenen Kaufangebote für die einstige Kunstschule und das Missbrauchszentrum beurteilen.

Bis Donnerstag, 12 Uhr, konnten die Interessenten ein Angebot abliefern.

Anstehende Renovierungsarbeiten stehen an

„Ich kann ja noch nichts Konkretes sagen. Fünf Gebote sind ja eigentlich nicht so viele, aber es gab ein reges Interesse an den beiden Gebäuden. Wir haben diverse diesbezügliche Treffen gehabt. Viele haben uns gefragt, was dort möglich ist und was nicht“, erklärt die kommunale Gebäude-Konsulentin in der Abteilung Stadt und Landschaft, Marianne Tychsen.

Einige der Kaufinteressierten fanden, dass die anstehenden Renovierungsarbeiten in den beiden Prachtgebäuden vielleicht zu umfangreich werden würden.

Spannende Geschichte

Die einst in deutscher Zeit errichteten Gebäude mitten im Herzen Sonderburgs wurden einst als Landratsamt und Kreishaus errichtet. Sie wurden auf dem damals ganz neuen Wohngebiet in Sonderburg am Løkken gebaut. Am Brorsonsvej 1, wo jahrelang das Missbrauchszentrum untergebracht war, war der 1878 errichtete Neubau das erste Kreishaus Nordschleswigs in neugotischem Stil. Das Gebäude hat spitze Fenster, hohe Giebel und feine Mauerdekorationen.

Fünf Gebote sind für die Gebäude eingegangen. Foto: Ilse Jacobsen

Wir haben diverse diesbezügliche Treffen gehabt. Viele haben uns gefragt, was dort möglich ist und was nicht.

Marianne Tychsen, Gebäude-Konsulentin Stadt und Landschaft

Im Sonderburger Kreishaus wurde es in den folgenden Jahren aber zu eng. Daher wurde daneben am Brorsonsvej 1a im Jahr 1913 ein Landratsamt im klassischen deutschen neubarocken und neuklassizistischen Stil errichtet. Das stimmungsvolle Haus, das viele Jahre die Adresse der Kunstschule war, verfügt über viele Erker und Verandas und riesige großsprossige Fenster.

Muss erhalten bleiben

Es sind zwei historisch sehr aussagekräftige Gebäude, deren besonderes Aussehen nicht verändert werden darf. Die Kommune hat daher einen bewahrenden Flächennutzungsplan ausgearbeitet. Eine Renovierung muss dem ursprünglichen Aussehen entsprechen.

Das Missbrauchszentrum, das über 801 Quadratmeter verfügt, wurde 2011 renoviert. Die Kunstschule mit ihren 728 Quadratmetern ist im Innern fast ganz im ursprünglichen Stil.

Zu den abgelieferten Geboten muss letztendlich auch der Sonderburger Stadtrat Stellung beziehen.

Der Blick auf die beiden Gebäude vom Løkken aus gesehen. Foto: Ilse Jacobsen
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