Senioren

Ein Pfad für die Sinne

Ein Pfad für die Sinne

Ein Pfad für die Sinne

Ruth Nielsen
Ruth Nielsen Lokalredakteurin
Rinkenis/Rinkenæs
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Peter Hausgaard Gregersen sägte aus einem Eichenklotz eine kleine Eule. Foto: Karin Riggelsen

Das Pflegeheim Dalsmark legt einen Weg an, der alle Gebäude verbinden wird. Es entsteht ein besonderer Pfad

Im vom Danske Diakonhjem bewirtschafteten Pflegeheim Daksmark wird ein Pfad für die Sinne angelegt. Dieser wird um das gesamte Heim herumführen. Es wird Holzfiguren für den Tastsinn oder Blumen und Kräuter zum Beschnuppern und Riechen geben. Zwischendurch sollen Bänke zum Verweilen einladen. „Wenn sie draußen sind, sollen sie inspiriert, zum Denken angeregt werden und wenn sie dement sind, könnten bei den Gegenständen vielleicht Erinnerungen auftauchen“, erklärt Naturberater Bo Tonnesen.

Der Pfad hat dann auch eine Trainingsfunktion. Ein anfangs kurzer Gang soll länger und länger werden, eben weil der Spaziergänger motiviert wird, andere Dinge mit seinen Sinnen zu erfassen.

Anziehungspunkte dürften sicherlich Holzfiguren, wie Drachen, Eichhörnchen und Eule werden. Diese hat Peter Hausgaard Gregersen, Hornslyd, aus Eichenstämmen gesägt bzw. geschnitzt.
Kürzlich war er auf Einladung des Freundeskreises im Pflegeheim, um Bewohner wie Schüler der Rinkenisser Schule Kostproben seines Könnens zu zeigen. „Haltet euch die Ohren zu“, gab er den Rat, ehe er die größte seiner Motorsägen anwarf. Mit einer kleineren sägte er dann die Eule aus einem Block, ohne Vorlage. Die Figur hatte er bereits als Idee in seinem Kopf.

Kinder zweckentfremdeten kurzerhand die Drachenskulptur, die ihnen als Sitzunterlage diente. Foto: Karin Riggelsen

Faszination Holz

Seit Kindesbeinen an fasziniert ihn das Material Holz. „Beim Ton baust du auf, beim Holz nimmst du immer wieder etwas weg. Das gefällt mir besser“, erklärte der ausgebildete Werklehrer. Seine zwei Söhne (7 und 9) bekamen zum vierten Geburtstag übrigens eine Axt geschenkt, was sein gemischtes Publikum zum Staunen brachte. Mit einem Lachen wischten sie sich die Späne aus dem Gesicht die der sanfte Wind ihnen zuwehte.

Für die Ausgaben hat der Freundeskreis (mal wieder) das notwendige Geld eingeworben. Für das gesamte Pfad-Projekt hat der Vorsitzende Jørn Rørholm um die 600.000 Kronen bei Sponsoren und Kommune aufgetan. Die Außenanlagen sind bisher mit Musikinstrumenten, Feuerstelle, mit Blumen bepflanzten Wällen und gepflasterten Wegen ausgestattet. Ein Ende ist noch nicht abzusehen.

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