Tour de France

Paul fuhr die Fahrer zum Flughafen

Paul fuhr die Fahrer zum Flughafen

Paul fuhr die Fahrer zum Flughafen

Sonderburg/Sønderborg
Zuletzt aktualisiert um:
Paul Sehstedt in seinem Bus, während er am Sonntag hinter dem Zielbereich auf die Fahrer wartete. Foto: Sara Eskildsen

Diesen Artikel vorlesen lassen.

Von Sonderburg weiter nach Nordfrankreich: Busunternehmer Paul Sehstedt hat am Sonntagabend mitgeholfen, die Tour de France in ihr Heimatland zu verfrachten. Er fuhr den Rennstall EF Education-Easypost an den Sonderburger Flughafen.

Nach der Zieleinfahrt ist vor dem Abflug: Am Sonntagabend ist ein Teil der Tour-de-France-Karawane mit Flugzeugen nach Nordfrankreich transportiert worden. Einer der angeheuerten Busunternehmer war Paul Sehstedt aus Groß-Jündewatt.

Stundenlanges Warten

Er chauffierte Fahrer des Rennstalls EF Education-Easypost zum Flughafen – passend in seinem Bus, der in den Tricolore-Farben Frankreichs gehalten ist.

„1992 fuhren wir Liniendienst, von Frederikshavn nach Paris. Das war damals der Anlass für die Farben. Das passte jetzt ja auch gut“, verriet Paul Sehstedt. Die gecharterten Busse mussten sich bereits Stunden vor der Fahrt zum Flughafen am Ende der Zieleinfahrt einfinden. Es gab minutengenaue Vorgaben, damit am Ende alles klappte.

Am Flughafen stiegen die Teams in insgesamt acht Flugzeuge. Foto: Paul Sehstedt
Für die Fahrer ging es weiter Richtung Frankreich, wo die Tour de France am Dienstag mit Etappe Nummer 4 weitergeht. Foto: Paul Sehstedt

Wie war es, die Fahrer an den Flughafen zu chauffieren? „Die Radler waren alle maskiert und stiegen wortlos in den Bus ein“, so Sehstedt. „Einige wenige grüßten.“

Der Transport sei gut gelaufen, „bloß sollte die Polizei sicherstellen, dass die Busfahrer wissen, wie unter Eskorte zu fahren ist und wo auf der Fahrbahn der Bus sein muss. Der eine Busfahrer drängte die Eskorte auf die rechte Seite in die Rabatte“, bemerkte Sehstedt.

„Bei uns sind alle gleich viel wert“

Ob er nun Radrennfahrer der Tour de France, die Königin oder einen Seniorenverein fährt, sei eigentlich kein Unterschied. „Bei uns sind alle gleich viel wert“, unterstreicht der Busunternehmer.

Respekt für das große Ereignis zeigte er dennoch: „Ich habe mir aus dem Anlass extra einen neuen Schlips gekauft. Mit Fahrrädern darauf“, verriet der Busfahrer. Und wer ganz genau hinguckte, konnte am Sonntag feststellen, dass auch Sehstedts Socken ganz im Zeichen des Radrennsports gewählt waren …

Aus gegebenem Anlass wählte Paul Sehstedt am Sonntag eine Krawatte mit Rädern darauf … Foto: Sara Eskildsen
Mehr lesen

Leserbeitrag

Henning Kracht
„Wie drei Apenrader und WOA nach der Corona-Pause wieder durchstarten “