Wettbewerb

Der nordfriesische Apfelkuchen der Tante überzeugte die Jury in Gravenstein

Der nordfriesische Apfelkuchen der Tante überzeugte die Jury in Gravenstein

Der nordfriesische Apfelkuchen der Tante überzeugte die Jury

Gravenstein/Gråsten
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Die Apfelkönigin Karin Baum und die Gewinnerin des Wettbewerbs, ihre Nachbarin Christa Kaplan Foto: Ilse Marie Jacobsen

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Das Apfelfestival war erneut der große Treffpunkt für Menschen aus ganz Nordschleswig. Die zweiköpfige Kuchen-Jury ließ sich beim Wettbewerb fünf Kreationen auf der Zunge zergehen.

Wer zum diesjährigen Apfelfestival nach Gravenstein fuhr, der musste sich auf eines gefasst machen: sehr viele Menschen. In diesem Jahr wurde den vielen Besucherinnen und Besuchern in dem großen weißen Zelt am Hafen an 42 Ständen eine reiche Auswahl von Kunst und Leckereien in vielen verschiedenen Varianten geboten.

Dort konnten die Gäste sich viele Informationen über verschiedene Produkte, Hobbys und natürlich auch Äpfel holen.

Klub und SFO holten sich Gold: Die stolzen Gewinnerinnen und Gewinner des Zeichenwettbewerbs für Kinder. Silber erhielt die 0B, Bronze die 0A der Gravensteiner Schule. Alle wurden mit Diplomen ausgezeichnet. Foto: Karin Riggelsen

Am Freitag holten sich die Kinder des Klubs und der Schulfreizeitordnung mit ihrem großen Collagen-Kunstwerk den ersten Preis. Diesen überreichte ihnen die Apfelkönigin Karin Baum.

Die Gewinnerinnen der Apfelkuchen

Am Sonnabend ging es bei den delikaten Klängen des klassischen Trios „Tribrato“ um delikate Varianten des Apfelkuchens. Fünf Kuchen waren bei dem Wettbewerb abgeliefert worden. Ein faires Urteil mussten Susanne Rathje von „Lagkagehuset“ und Lars Bendiksen von „Æ køkken“ fällen. Sie ließen sich die Kuchen auf der Zunge zergehen.

Fünf Kuchen waren abgeliefert worden. Oben steht Christa Kaplans Gewinner-Kuchen, ganz vorn die verzierte Torte von Malene Lihl. Foto: Ilse Marie Jacobsen

Die Gewinnerinnen wurden anschließend bei der Preisverleihung auf die Bühne gerufen. Maria Petersen und Malene Lihl hatten mit ihren Kreationen die Jury überzeugt. Sie errangen Platz 3 und 2.

„Du musst sofort hierherkommen“

Aber wo blieb die Gewinnerin, die mit ihrem Apfelkuchen die beste Konsistenz, den besten Geschmack, das beste Aussehen und den besten Duft geliefert hatte? Sie war offenbar nicht zugegen. Das lockte die Apfelkönigin und Mitorganisatorin des Apfelfestivals, Karin Baum, zur Bühne. Sie schaute kurz auf den Zettel mit den Gewinnern und strahlte. Die Gewinnerin war ihre Nachbarin, die sofort angerufen wurde. „Du musst sofort hierherkommen“, so Karin Baum.

Das lange Zelt am Hafen von Gravenstein Foto: Ilse Marie Jacobsen

So musste die Gewinnerin Christa Kaplan sich erneut zum Hafen aufmachen. Sie lachte bei ihrer Ankunft: „Es ist eigentlich ein Rezept meiner Tante – ein altes Rezept aus Nordfriesland mit Zuckerguss und Amaretto. Die Äpfel werden in Stücke geschnitten und im Teig vermengt“, so Christa Kaplan. In Nordfriesland hat sie 30 Jahre lang gelebt.

Mit einem 1. Platz hatte die Gewinnerin überhaupt nicht gerechnet. „Ich habe ihn ja nicht einmal verziert“, meinte sie lächelnd. Ihr wurde der Hauptpreis überreicht: zwei Flaschen frisch gepresster Apfelsaft und ein Gutschein für zwei Personen für die Feier am Abend. Über die beiden Flaschen musste sie lachen – sie hatte nur einige Stunden zuvor 14 Flaschen mit dem köstlichen Getränk für sich abgefüllt.

Die Gewinnerin Christa Kaplan und der Apfelfestival-Moderator Allan Kristensen Foto: Privat

Apfelkuchen-Rezept:

250 g Butter, 250 g Zucker, 5 Eier, Vanillinzucker, 350 g Mehl, 1 Backpulver zu einem Rührteig verarbeiten. 2 Kilo Äpfel in feine Streifen schneiden und untermengen. Auf einem gefetteten Backblech bei 200-220 Grad ca. 30 Minuten lang backen. Einen Guss aus einem Päckchen Puderzucker, Zitrone und Wasser anrühren und zum Schluss auf den fertigen Kuchen streichen.

Der Leiter des Museums „Oldemorstoft“, Mads Mikkel Tørsleff (l.), und der Besitzer des Obstmuseums Pomarium Anglicum in Sörup, Meinolf Hammerschmidt, informierten über die alten Obstsorten. Die meisten alten Obstsorten kommen aus Dänemark, so Hammerschmidt. Foto: Ilse Marie Jacobsen
Eine Ausstellung über den Hafen, der in diesem Jahr 100 Jahre alt wird Foto: Ilse Marie Jacobsen
Sie warteten gespannt auf die Gewinnerinnen und Gewinner des Zeichenwettbewerbs. Foto: Karin Riggelsen
Apfelkönigin Karin Baum präsentierte das Kunstwerk des Freitags. Foto: Karin Riggelsen
Die Gewinnerinnen und Gewinner wurden eifrig fotografiert. Foto: Karin Riggelsen
Lajla Hartig mit einem ihrer beliebten Äpfel Foto: Ilse Marie Jacobsen
Olivenöl der Marke Rosario Foto: Ilse Marie Jacobsen
Äpfel überall – auch auf diesen Taschen Foto: Ilse Marie Jacobsen
Holzarbeiten waren ebenfalls dabei. Foto: Ilse Marie Jacobsen
An den Ständen konnte alles Mögliche erworben werden - auch Schmuck. Foto: Ilse Marie Jacobsen
Rechts die Freiwilligen des Apfelfestivals, die vor Ort Äpfel pressten und in Flaschen füllten Foto: Ilse Marie Jacobsen
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Leitartikel

Siegfried Matlok
Siegfried Matlok Senior-Korrespondent
„Per Huckepack – ja zu Jes“