Bauprojekt

Nachhaltiges Danfoss House am Sonderburger Hafen

Nachhaltiges Danfoss House am Sonderburger Hafen

Nachhaltiges Danfoss House am Sonderburger Hafen

Sonderburg/Sønderborg
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Eine Projektskizze, die die Stiftung am Donnerstag veröffentlicht hat Foto: Bitten & Mads Clausen Stiftung

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Danfoss und die Stiftung Bitten & Mads Clausen errichten eines der weltweit nachhaltigsten Wohngebäude am Sonderburger Stadthafen. In dem vierstöckigen Bau sollen Mitarbeiter aus aller Welt wohnen.

Ein Zuhause für Mitarbeiter aus aller Welt und gleichzeitig ein Demonstrationszentrum für die energieeffizienten Technologien von Danfoss: Am Sonderburger Stadthafen entsteht ein neues Haus, das den Namen Danfoss House tragen wird. Das gab die Stiftung am Hochzeitstag von Bitten und Mads Clausen bekannt, die beiden heirateten am 13. Mai 1939.

Das Projekt soll zeigen, dass Bauen auch nachhaltig geht. Ziel ist es, für Danfoss House die DGNB-Platin-Zertifizierung zu erhalten – die höchste Nachhaltigkeitszertifizierung innerhalb des weltweit anerkannten DGNB-Standards der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB).

Dazu wird ein Gebäude anhand von fünf Qualitätskriterien bewertet: Ökologie, Ökonomie, Soziokulturelles sowie die technische und prozessuale Qualität. Nur zwölf Wohngebäude weltweit haben bislang die DGNB-Platin-Zertifizierung erhalten. Das Danfoss House soll so CO2-neutral wie möglich sein. Gemeinsam mit den Bewohnern werden fortlaufend neue Technologielösungen entwickelt und getestet.

Temperaturregelung durch Fernwärme und Meerwasser-Kühlung

Es wird sowohl ein zentrales als auch ein dezentrales Heizungssystem geben. Außerdem wird das Haus mit Fußbodenheizung und Kühlung durch Fernwärme und Meerwasser-Kühlung ausgestattet. Das Gebäude wird darüber hinaus zu einem sogenannten Smart-Home, in dem alle Elemente miteinander kommunizieren.

Des Weiteren ist geplant, „Danfoss Leanheat“ zu installieren. Eine Lösung, die den Ökostrom mithilfe von künstlicher Intelligenz überwacht, um den Strom immer dann einzukaufen, wenn er am günstigsten ist. Zudem wird das Haus mit großen Technikschächten technologisch für die Zukunft gerüstet. Diese ermöglichen es, alle Installationen und Lösungen zu aktualisieren und zu erweitern.

Danfoss und die Bitten & Mads Clausen Stiftung wollen mit dem Bau zeigen, dass es mit den bereits heute vorhandenen Technologien möglich ist, gemäß der höchsten Nachhaltigkeitszertifizierung zu bauen. Danfoss House wird daher aus Ziegeln und Beton gebaut. Baustoffe, die auf der Grundlage wichtiger Nachhaltigkeitsfaktoren – unter anderem Regionalität und Wiederverwendung – ausgewählt werden.

Obwohl es ein wenig einer Mondlandung gleicht, bin ich mir sicher, dass wir das Ziel erreichen und damit demonstrieren werden, dass wir mit den Technologien und Werkstoffen, die für alle zugänglich sind, für ganz normale Familien nachhaltig bauen können – und das schon heute.

Peter Mads Clausen, Verwaltungsratsvorsitzender

„Die Bitten & Mads Clausen Stiftung baut seit einigen Jahren energieeffizienten Wohnraum und hat unter anderem mehrere Gold-zertifizierte DGNB-Gebäude errichtet“, sagt Peter Mads Clausen, Verwaltungsratsvorsitzender der Bitten & Mads Clausen Stiftung.

„Bei Danfoss House gehen wir noch einen Schritt weiter, indem wir eine Platin-Zertifizierung anstreben. Obwohl es ein wenig einer Mondlandung gleicht, bin ich mir sicher, dass wir das Ziel erreichen und damit demonstrieren werden, dass wir mit den Technologien und Werkstoffen, die für alle zugänglich sind, für ganz normale Familien nachhaltig bauen können – und das schon heute.“

Andere dazu ermutigen, nachhaltiger zu bauen

Kim Fausing, Geschäftsführer von Danfoss A/S, unterstreicht: „Mehr als ein Drittel des weltweiten Energieverbrauchs entfällt auf Gebäude. Wir haben Technologien, um diesen Wert deutlich zu senken. Das können wir mit Danfoss House demonstrieren. Danfoss House wird ein fantastisches Zuhause für unsere ausländischen Mitarbeiter, aber gleichzeitig auch ein Test- und Entwicklungszentrum für unsere energieeffizienten Lösungen sein, damit wir sie noch besser und rentabler machen können“, so Fausing.

„Wir freuen uns darauf, an einem lebendigen Beispiel zu zeigen, dass die umweltfreundlichste Energie diejenige ist, die gar nicht erst verbraucht wird, und wir hoffen, damit andere dazu zu ermutigen, nachhaltiger zu renovieren und zu bauen.“

Baubeginn ist im Oktober 2021.

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