Polizeieinsatz

Nach Evakuierung: Schornstein ist abgebaut

Nach Evakuierung: Schornstein ist abgebaut

Nach Evakuierung: Schornstein ist abgebaut

Sonderburg/Sønderborg
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Der abmontierte Schornstein vor dem kleinen Ersatzwärmewerk an der Nørrekobbel am Dienstagmorgen Foto: Sara Wasmund

In Sonderburg ist in der Nacht ein Schornstein eines Fernwärmewerkes abgebaut worden, nachdem dieser umzufallen drohte. Welche Bedeutung das Werk für die Versorgung der Sonderburger hatte, erklärt am Morgen danach der Direktor der Sonderburger Fernwärme.

In der Nacht gegen 3 Uhr hatte das Warten für 15 Anwohner ein Ende: Nachdem sie gegen 17 Uhr evakuiert worden waren, weil ein Schornstein an der Nørrekobbel im Sturm umzufallen drohte, konnten sie in ihre Wohnungen zurückkehren.

Betroffen ist ein Reservewerk

In der Nacht wurde der Schornstein abgebaut, nun liegt er an der Nørrekobbel und das Fernwärmewerk Central Nord ist nicht mehr funktionstüchtig. „Das Werk war ein Reservewerk. Daher hat das Abbauen des Schornsteins keine unmittelbare Auswirkung auf die Sonderburger“, sagt der Direktor der Sonderburger Fernwärmegesellschaft, Erik Wolff.

Das kleine Fernwärmewerk wurde lediglich bei besonderen Kälteperioden oder bei Ausfall eines anderen Werkes in Gebrauch genommen. „Wir werden jetzt analysieren und entscheiden, ob wir das Werk wieder in Gebrauch nehmen“, so Wolff.


Das kleine Fernwärmewerk liegt direkt an einem Wohngebiet. Foto: Sara Wasmund

Warum der Schornstein so bedenklich gewackelt hat, ist bislang unklar. Ein aufmerksamer Bürger hatte gegen 16 Uhr Alarm geschlagen, die Fernwärmegesellschaft alarmierte daraufhin die Polizei..

„Der Schornstein wurde fachgerecht und regelmäßig gewartet und kontrolliert und bei der letzten Kontrolle in 2019 war alles in Ordnung, nichts wurde beanstandet. Der Schornstein war weder alt noch in einem schlechten Zustand, wir wissen unmittelbar noch nicht, woran es lag.“

„Das lief wie nach Handbuch“

Der Polizei und der Bereitschaft spricht Wolff ein großes Lob und Dank aus. „Die potenziell gefährliche Situation konnte professionell und schnell abgewendet werden, das lief wirklich wie nach Handbuch und dafür sind wir sehr dankbar“, so Wolff.

Windböen hatten dem Schornstein am Montag hart zugesetzt. Um kurz nach 16 Uhr sperrte die Polizei den Radius um den Schornstein ab, evakuierte den Supermarkt Rema1000 und 15 Anwohner.

Die Sonderburger Fernwärme, „Sønderborg Fjernvarme A.m.b.a“, ist die Muttergesellschaft, „Sønderborg Varme A/S“ steht als Tochtergesellschaft für Betrieb und Aktivitäten.


Hier steht er noch: Beim Rettungseinsatz am Montagabend. Foto: Claus Thorsted/Jysk Fynske Medier/Ritzau Scanpix
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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Messerschmidt-Manöver“