Wahlkampf

Lob des Vize: „Ihr seid ein gutes Team“

Lob des Vize: „Ihr seid ein gutes Team“

Lob des Vize: „Ihr seid ein gutes Team“

Ruth Nielsen
Ruth Nielsen Lokalredakteurin
Ekensund/Egernsund
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Wahlkampf auf dem Rathausmarkt mit (v. l.) Gerhard Bertelsen, Kirsten Bachmann, Arno Knöpfli, Christel Leiendecker, Stephan Kleinschmidt und Christian Hansen. Foto: Privat

Schleswigsche Partei in Sonderburg hat Wahlkampf eingeleitet - auf den Straßen und mit gemeinsamen Essen. Nächste Aktion ist am kommenden Sonnabend.

Den langen Tisch im Hause Naujeck in der Sundgade hatte Anne Marie Naujeck herbstlich gedeckt, in der Küche blubberte die sämige „gelbe Erbsensuppe“, im Vorratsraum kühlten Schokoladenpudding und „Zitronenfromage“ aus. Später kam noch die Brottorte hinzu, die Stephan Kleinschmidt und Elisa Skytte Eggert beim Kuchenwettbewerb gebacken hatten.

Das Essen am Sonnabend war ein festlicher Abschluss eines intensiven Arbeitseinsatzes, den Kandidaten der Schleswigschen Partei (SP) in der Kommune Sonderburg zur Kommunalwahl eingeleitet hatten: Sie hatten in ihren jeweiligen (Wohn)Orten am Freitag und Sonnabend vor Supermärkten und Bäckern Stellung bezogen, ausgestattet mit Werbematerial, um ins Gespräch mit Bürgern zu kommen über dies und das, was ihnen eben so auf den Nägeln brennt.

Essen als Belohnung

Das Essen war eine Art Belohnung für diesen Einsatz, für den sich der Vizevorsitzende des Kommunalvorstandes Rainer Naujeck bedankte. Er habe feststellen können, dass „ihr Kandidaten enger zusammengewachsen seid. Ihr seid ein gutes Team. Ihr setzt euch wirklich ein“. Auch wenn die Zeit eine schnelllebige sei, setze sich manches im Gedächtnis fest, konnte er nicht umhin, die Umfrage zu kommentieren, die JydskeVestkysten veröffentlicht hatte. Die Prognose sah für die SP nicht gut aus: Danach erhält das Wahlbündnis zwei Mandate, eins für die SP, eins für Radikale Venstre. „Ich bin fest überzeugt, dass wir drei Mandate kriegen. Bei der letzten Wahl fehlten nur 150 Stimmen für ein Mandat mehr. Das sind Marginalien“, erklärte er seinen Mitstreitern.

Als positiv hob er hervor, dass sich die SP vorab der Wahl nicht festlege, mit welchen Parteien sie in der kommenden Legislaturperiode zusammenarbeite werde. Zum ersten Mal bewirbt sich der Spitzenkandidat Stephan Kleinschmidt um das Amt des Bürgermeisters. Rainer Naujeck schrieb ihm strategisches Denken, Kompromissbereitschaft und das Bemühen zu, sich für eine gute und breite Zusammenarbeit einzusetzen.
Der Vorstandsvorsitzende Arno Knöpfli ergänzte und sagte: „Die SP hat immer die breite Mehrheit gesucht.“

Falsch zitiert

Leider sei Kleinschmidt falsch zitiert worden, nach der er nicht mit den Stimmen der Dänischen Volkspartei (DF) Bürgermeister werden wolle. Der wichtige Zusatz wäre ausgelassen worden, dass er Nein sage im Falle, dass die DF Königsmacher wäre. Rainer Naujeck sprach auch die nächste größere Aktion an, bei der vor allem die SP-Neulinge ihre Ohren spitzten: Am Sonnabend,12 Uhr, dürfen die Wahlplakate aufgehängt werden. „Denkt an unsere Zielgruppen, die Nutzer unserer Einrichtungen. Da müssen Plakate hin“, so Naujeck.

Jeder Kandidat muss selbst für das Abholen der Plakate sorgen, die in der Ziegelei Matzen lagern, sowie für Helfer. Wer beim Aufhängen der Plakate mal mitgemacht hat, weiß, wie anstrengend das sein kann. Wer helfen möchte, kann sich an die Kandidaten wenden.

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