Geschäftswelt

Lars Wedelgreen: Kunden wünschen sich ein Erlebnis

Lars Wedelgreen: Kunden wünschen sich ein Erlebnis

Lars Wedelgreen: Kunden wünschen sich ein Erlebnis

Sonderburg/Sønderborg
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Lars Wedelgreen hat seine eigene Ecke im Supermark Kvickly Foto: Karin Riggelsen

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Bei Kvickly in Sonderburg gibt es laufend Veränderungen. Nun hat der Supermarkt auch einen Cheesemonger.

Als der Kvickly-Chef Lars Skovhus vor zwei Jahren seine leitende Stellung in Sonderburg antrat, stellte er sich eine Frage: Was wünsche ich mir in dieser Boutique – jetzt und auf längere Sicht?

Seitdem ist in dem einen der insgesamt 13 Läden von „Brugsforeningen for Als og Sundeved“ viel passiert. In den Abteilungen Schlachter, Delikatesse, Blumen und Wein wurde das Angebot in die Höhe geschraubt. Heute steht die Blumenbinderin ganz vorne beim Eingang in ihrem eigenen großen Bereich.

Besuch im Käseladen

Ein Besuch im Käseladen „La Fromagerie“ in der Perlegade brachte Skovhus auf eine ganz andere Idee. Der damalige Besitzer Lars Wedelgreen wollte schließen, und eine Kundin war besorgt. „Wo soll ich künftig meinen Käse kaufen?", fragte sie. „Sag das Lars da drüben“, so der frische Kommentar von Lars Wedelgreen.

Lars und Lars trafen sich zu einer Tasse Kaffee, die zu zwei und drei wurden. Wedelgreen hatte sich nach den von Corona geprägten zwei Jahren auf der Perlegade entschlossen, wieder in sein früheres Gewerbe, der Baubranche, zurückzukehren. Das Kaffee-Gespräch änderte alles.

Jetzt im festen Kvickly-Team

Jetzt gehört der Cheesemonger Lars Wedelgreen zum festen Kvickly-Team. „Und hier bin ich einfach total gut gelandet“, stellt der 52-jährige Sonderburger glücklich lächelnd fest. Wo er in der Perlegade oft allein in seiner eigenen Welt war, hat er bei Kvickly viele Kollegen.

Wedelgreen hat seine eigene Ecke in der Schlachterabteilung, wo er unter anderem eine Auswahl von Produkten kleinerer dänischen Produzenten anbietet.

Die Käse- und Schlachterei-Abteilung von Kvickly Foto: Karin Riggelsen

Kunden dürfen kosten

Er gibt den Kunden ein Erlebnis mit nach Hause. Er weiß, wo der Käse produziert wurde, in welcher Meierei, von welchem Molkereiarbeiter, in welchem Stall. Er setzt auf eine breite Auswahl und hohe Qualität. Und bei ihm dürfen sich die Kunden immer eine Kostprobe geben lassen. „Das ist wichtig. Das ist die gute alte Kaufmannsart“, stellt Wedelgreen fest.

Für den Kvicklychef Lars Skovhus ist der persönliche Kontakt nach Corona noch wichtiger geworden: „Bei uns heißt es: Wir kaufen Wein bei Jan und wir kaufen Käse bei Lars. Wir sind kein zufälliges Warenhaus. Wir wollen die beste Adresse für alle sein.“

Der Wein-Spezialist Jan Moberg Pedersen verließ nach einem Vierteljahrhundert im Mai 2017 seinen Job als Chef bei Kvickly in Norburg (Nordborg). Das Rentendasein zu Hause wurde ihm aber zu langweilig. Nun ist er in der Wein-Abteilung von Kvickly in Sonderburg aktiv.

Touristen aus Deutschland

Lars Wedelgreen hatte schon immer Touristen aus Deutschland in „La Fromagerie“. Diese kamen nicht zuletzt wegen dem Tilsiter-Käse aus Schleswig-Holstein. Jetzt kommen sie zu Kvickly. Der Käse-Experte kann die Kunden auch bei den Waren in den Kühlfächern des Supermarkts beraten.

Lars Wedelgreen Foto: Karin Riggelsen

„Brugsforeningen for Als og Sundeved” hat vor Kurzem ein neues Bals-Logo erhalten. Es ist der größte selbstständige Verbraucherverein in ganz Dänemark. Der jährliche Umsatz liegt bei knapp einer Milliarde Kronen, und auf Alsen haben die 13 Geschäfte mehr als 500 Angestellte. In den Geschäften wird auf Ökologie, Umwelt und PVC-freie Materialien gesetzt.

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