Klimaschutz

Hamburg und Kiel nehmen sich Sonderburg zum Vorbild

Hamburg und Kiel nehmen sich Sonderburg zum Vorbild

Hamburg und Kiel nehmen sich Sonderburg zum Vorbild

Sonderburg/Hamburg
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Kristina Haverkamp, Direktorin der Deutschen Energieagentur, im Gespräch mit Sonderburgs Bürgermeister Erik Lauritzen Foto: Pressefoto / Project Zero

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Angesichts leerer Kassen ist der Wunsch nach bezahlbarer Energie in den deutschen Kommunen und Städten groß. Wie Sonderburg helfen kann, zeigte ein Abend in Hamburg.

Wie kann Sonderburgs Klimaprojekt Project Zero Städten in Norddeutschland als Vorbild dienen? Darüber unterhielten sich am Donnerstagabend Expertinnen und Experten aus den Bereichen erneuerbare Energien, Nachhaltigkeit sowie Kälte-, Wärme- und Umwelttechnik im Business Club Hamburg.

Mit in die Hansestadt gereist war Sonderburgs Bürgermeister Erik Lauritzen (Sozialdemokratie). Zusammen mit dem Direktor von Project Zero, Brian Seeberg, gab er den Anwesenden Einblicke in die laufende Umstellung, die Kommune Sonderburg bis 2029 CO2-neutral betreiben zu wollen.

„Da haben wir fertige Lösungen in der Schublade“

„Wir haben darüber gesprochen, wie Sonderburg als Vorbild dienen kann. Gerade im Bereich der Fernwärmeversorgung und in der Sektoren-Koppelung und Abwärme von Unternehmen haben wir ein Wissen, von dem andere Städte oder Gemeinden profitieren können. Da haben wir fertige Lösungen in der Schublade“, sagt Bürgermeister Lauritzen.

Die Rückmeldungen ließen nicht lange auf sich warten, sagt er. „Die ersten konkreten Anfragen aus dem öffentlichen Sektor gab es nach dem Abend bereits, unter anderem aus Kiel.“

In der Kommune Sonderburg haben sich auch viele Unternehmen die grüne Umstellung zur Aufgabe gemacht. Hier zu sehen sind Solarpanele, die das Unternehmen Linak bei Guderup nutzt. Foto: Finn Frandsen/Ritzau Scanpix

Was hat Sonderburg davon, außer der Ehre, zur Rettung des Weltklimas beizutragen? „Zum einen haben wir in unserer Kommune Unternehmen, die Komponenten für nachhaltige Lösungen produzieren, allen voran Danfoss. Indem wir diese Unternehmen stärken, stärken wir auch die Kommune. Darüber hinaus können wir für unsere Beraterdienste auch etwas verlangen. Es ist klar, dass wir das langfristig nicht einfach kostenlos machen können“, erläutert der Bürgermeister.

Zusammenarbeit mit Flensburg bislang schwierig

Die Stadt Flensburg (Flensborg) ist und bleibt weiterhin der Wunschpartner Sonderburgs, was eine Zusammenarbeit zur nachhaltigen Energieversorgung angeht.

„Die Kooperation mit Flensburg liegt einfach so nahe, aber bislang war das sehr schwierig. Doch der Handlungsdruck wird größer und größer, und vielleicht passiert aus diesem Druck heraus etwas. Mit Blick auf die Fernwärme liegen in unseren Modellen unglaublich große Ersparnisse, wir sprechen hier von der Hälfte des Preises. Und das ist etwas, was auch in den Ohren deutscher Kommunen und Städte klingeln dürfte.“

Neben Brian Seeberg und Erik Lauritzen nahmen an der Diskussionsrunde Kristina Haverkamp von der Deutschen Energie-Agentur, Joschka Knuth, Staatsekretär im Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein, sowie Jürgen Fischer, Präsident von Danfoss Climate Solutions, teil.

Brian Seeberg ist Direktor der öffentlich-privaten Zusammenarbeit Project Zero. Seine Organisation arbeitet daran, dass die Kommune Sonderburg CO2-neutral wird. Foto: Pressefoto / Project Zero
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