Stadtrat Sonderburg

Gute Chemie in der SP-Gruppe

Ruth Nielsen
Ruth Nielsen Lokalredakteurin
Sonderburg/Sønderborg
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Ein erfolgreiches Team: (v. l.) Arno Knöpfli, Gerhard Bertelsen, Christel Leiendecker, Stephan Kleinschmidt, Kirsten Bachmann, Dieter Jessen und Rainer Naujeck Foto: RN

Die fünf Ratsmitglieder der Schleswigschen Partei und Vorstandsleitung haben das Wahlergebnis erörtert und geben Einblicke in die Arbeit des Stadtrates.

Arno Knöpfli hatte zwar keinen Sekt, dafür aber Weißwein bereitgestellt, als er in seinem Haus die fünf gewählten Ratsvertreter der Schleswigschen Partei (SP) und seinen Stellvertreter Rainer Naujeck zur Wahlnachlese eingeladen hatte. Zuerst wurde angestoßen auf „die tolle Wahl“, die der SP fünf Mandate beschert hat, vier davon aus eigener Kraft, dank des sensationellen Stimmenzuwachses des Spitzenmannes Stephan Kleinschmidt. Das fünfte Mandat ist den Bündnispartnern Konservative und Radikale Venstre zu verdanken. Das Ergebnis hatte Christel Leiendecker, Nummer 4 auf der Liste, in ihrem Optimismus prognostiziert.

„Deine Politik ist durch andere bestärkt worden. Du bist dir treu geblieben“, bestätigte Kirsten Bachmann die Arbeit von Kleinschmidt. Im Gegensatz zu seinen Anfangsjahren nimmt die SP mittlerweile Stellung zu jeder Angelegenheit wie zur Schulstruktur: „Wir sind gleichwertige Politiker. Auch deshalb sind wir gewählt worden“, sagte Kleinschmidt. Zudem freute er sich, dass die ihm von Medien zuerkannte „Brückenbauerfunktion“ geglückt sei – alle fünf Parteien sind eine technische Konstituierung eingegangen.

Das Wahlergebnis verpflichtet

Das Wahlergebnis verpflichtet, sprach der Vorstandsvorsitzende Knöpfli die Bündnispartner an, die Posten in nicht politischen Gremien (wie Musikschule) erhalten und die auf Sitzungen über die Arbeit in den Ausschüssen informiert werden. Denn die SP kann sich freuen, dass sie in allen sieben stehenden Ausschüssen vertreten ist, was ebenfalls verpflichte: „Wir sind ein Kollektiv. Wir müssen jedes Mal Mehrheiten schaffen“, sagte Stephan Kleinschmidt, der schließlich auf zwölf Jahre Erfahrungen zurückgreifen kann.

Die Absprache der drei Fraktionen Sozialdemokratie, Fælleslisten und SP bezeichnete er als „Arbeitsgrundlage“. Sie soll die Richtung der politischen Gestaltung und Entwicklung der Kommune für die kommenden vier Jahre aufzeigen.

Stephan Kleinschmidt verspricht sich viel von der technischen Konstituierung, durch die alle 31 Politiker eingebunden werden: „Es wird ein anderer Ton sein“, stellte er eine konstruktivere Politik in Aussicht.

Die Neuen müssen sich auf rege Sitzungstätigkeiten einstellen. Neben den Ausschuss- und Ratssitzungen gibt es Fraktions- und Koalitonstreffen sowie erweiterte Fraktionssitzungen mit Vorstand und den drei Stellvertretern Jan Georg Hoff, Robert Knöpfli und Christian Hansen. Zudem soll es wegen der Wählerbindung regelmäßige Treffen geben (Frühschoppen/Feierabendbier).

Der erste Höhepunkt für die fünf SP-Vertreter dürfte der 11. Dezember sein: Dann tritt der neue Stadtrat erstmals zusammen.

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