Wirtschaft

Generationswechsel in einem der ältesten Geschäfte Sonderburgs

Generationswechsel in einem der ältesten Geschäfte Sonderburgs

Generationswechsel in einem der ältesten Läden Sonderburgs

Sonderburg/Sønderborg
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Jacob Moos (l.) und Martin Bae Christiansen vor „Wohlenberg Vinhandel" mit der großen Weinflasche. Foto: Karin Riggelsen

Martin Bae Christiansen (36) und Jacob Moos (35) werden am 1. Oktober die Nachfolge von Anna und Jørn Petersen im „Wohlenberg Vinhandel“ antreten.

In den vergangenen drei Wochen hatten die festen Wohlenberg-Mitarbeiter Martin Bae Christiansen und Jacob Moos mehr als alle Hände voll zu tun. Für sie beginnt bald eine neue Ära: Sie übernehmen am 1. Oktober das renommierte Unternehmen „Wohlenberg Vinhandel“ mitten in der Sonderburger Innenstadt.

Der richtige Zeitpunkt ist gekommen

Eigentlich hätten sie mit der Übernahme noch bis 2023 warten können: „Aber wir waren uns einig: Jetzt soll es sein. Jetzt ist der rechte Zeitpunkt“, stellt Martin Christiansen fest. Da kam den beiden auch nicht die Corona-Pandemie in die Quere.

„Da fanden wir heraus, dass ein solches Geschäft auch das überleben kann. Klar, wir haben es natürlich auch zu spüren gekriegt. Aber wir haben einen guten Namen“, meint Jacob Moos. „Wir können auch so eine Krise überleben“, so Martin Christiansen.

Im Augenblick wird alles für den Generationswechsel vorbereitet: Neue Konten müssen angelegt, Waren registriert werden – der ganze Betrieb muss ordnungsgemäß und nach allen Regeln auf die neuen Besitzer überwechseln. Wer ein solches Geschäft inklusive den sieben Angestellten übernimmt, muss sich um sehr viel kümmern.

Martin Bae Christiansen und Jacob Moos wissen, welcher Wein zu welchem Gericht gereicht werden sollte. Foto: Karin Riggelsen

Den eigenen Geburtstag vergessen

„Das ist ganz schön viel. Und Jacob hat heute Morgen sogar seinen eigenen Geburtstag vergessen. Seine Frau musste ihn daran erinnern, dass heute Abend Gäste kommen“, erzählt Martin Bae Christiansen im hinteren Büro des Weinlagers an seinem Computer sitzend am Mittwoch lächelnd. Das Telefon klingelt immer wieder. Die beiden sind lange Arbeitstage gewohnt.

Die neuen Besitzer kennen sich seit neun Jahren aus der Gastronomie. Martin Christiansen arbeitete einst bei „Brasserie Pascal“, Jacob Moos beim „Restaurant Bind“, „Brøggeriet“ und „Ib Rehne Cairo“.

Martin Bae Christiansen gehört seit zwölf, Jacob Moos seit zwei Jahren zum festen Wohlenberg-Stab. „Wohlenberg“ ist die feste Anlaufstelle für Genießer jeglicher Art. Hier gibt es ein sehr gutes Glas Wein, feinste Schokolade, guten Kaffee oder internationale und exotische Zutaten für die Küche.

Wohlenberg war immer ihr Traum

Die neuen Besitzer sind übrigens beide begeisterte Köche. Sie lieben gute Speisen. „Wir denken immer an Essen und Wein“, wie Martin Bae Christiansen gern zugibt. Er hat seinen einstigen Wechsel zu Wohlenberg nie bereut. „Keine Sekunde“, meint er augenzwinkernd. Jacob Moos pflichtet ihm bei: „Als ich bei ,Brøggeriet’ war, hatte ich immer einen Traum. Ich wollte zu Wohlenberg. Dort haben sie alles, was ich mir wünschen könnte und was ich brauche. Aus der ganzen Welt.“

Die beiden werden das luxuriöse Sortiment in den Regalen fortführen. „Es ist toll, weil die Geschichte fortgesetzt wird. Aber gibt es neue Tendenzen und Neuigkeiten, dann sind wir auch dort dabei“, stellt Jacob Moos fest.

Weinlager wurde renoviert

Wer das Weinlager kennt, wird schnell entdecken: Dort wurde renoviert. Die einst relativ dunklen Wände wurden weiß gestrichen, und im gemütlichen Gebäude von 1913 steht heute ein neuer Ladentisch, neue moderne Lampen beleuchten den Raum. Der Sommelier Martin Bae Christiansen und Jacob Moos sind immer bereit, den Weinkunden einen guten Rat zu geben, wenn ein edler Tropfen für ein bestimmtes Gericht gefunden werden soll.

Bei Wohlenberg werden täglich einige Schilder auf die Perlegade gestellt. Foto: Karin Riggelsen

Aufgrund der Corona-Krise wird der Generationswechsel bei Wohlenberg übrigens nicht mit einem großen Empfang gefeiert. Vom 1. bis 9. Oktober wird es bei Wohlenberg aber viele gute Angebote geben, verspricht Martin Bae Christiansen.

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