Deutsche Minderheit

Ein ganzer Kindergarten im Umzugskarton

Ein ganzer Kindergarten im Umzugskarton

Ein ganzer Kindergarten im Umzugskarton

Broacker/Broager
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Farvel, alter Kindergarten Foto: Karin Riggelsen

Nach Jahren der Planung und einem herausfordernden Bauprozess war es am Donnerstag endlich so weit: Der deutsche Kindergarten in Broacker hat begonnen, in den Neubau an der Vesterbakke 9 umzuziehen.

Eine Ära ist seit Donnerstag vorbei. Für den Deutschen Kindergarten Broacker hat ein neues Kapitel begonnen. Seit Anfang der 1950er Jahre liegt der Deutsche Kindergarten Broacker an der Vestergade 39. Dort wurden bis Donnerstag noch 48 Jungen und Mädchen beaufsichtigt, doch der Umzug war bereits absehbar.

Einige Kinder konnten die – bereits abmontierte – Garderobe für ihre Jacken nicht finden. Der eine Raum war voller großer Umzugskartons, und drei Fremde schleppten alles hinaus zu den großen weißen Lastern von Kvik Flyt. Quasi der ganze Kindergarten Broacker wird am Freitag zur neuen Adresse an der Vesterbakke 9 transportiert.

Ole Bisggard vom Umzugsunternehmen packt an ... Foto: Karin Riggelsen

Am Donnerstag hielten sich noch 24 Mädchen und Jungen im Kindergarten auf, wo überall mit angepackt wurde. Die ältesten Kinder werden am Freitag während des laufenden Umzugs in der Förde-Schule untergebracht.„Wir haben ja schon vor ein paar Wochen mit dem Sortieren begonnen. Das haben Anja und Josy. Einige Sachen waren alt, sie wurden aussortiert. Beispielsweise der Kühlschrank und der Krippentisch werden zu anderen Kindergärten gebracht“, erklärt die Leiterin Elke Sievertsen. Seit zehn Jahren leitet sie den Hort, der nun umzieht.

... Bonita El Sadek ebenso. Foto: Karin Riggelsen

„Ich freue mich enorm, und ich bin total dankbar. Aber es ist schon sehr komisch, dass jetzt alles hier leer geräumt wird. Man wird ein bisschen wehmütig“, gibt sie zu.Der fünfjährige Mathias Henriksen schaute ganz interessiert vom Garten aus zu den drei Umzugsgehilfen von Kvik Flyt, Ole Bisgaard, Morten Schmidt und Bonita El Sadek, die eine wohlverdiente Pause auf den Sofas einlegten.

Die geliebten Bäume können leider nicht mit umziehen. Foto: Karin Riggelsen

„Hvad laver I her?“, fragte der Fünfjährige. Jeder braucht mal eine Pause, stellte Elke Sievertsen lächelnd fest. „Aber wir müssen auch lieber in Gang kommen“, kam es dann von Ole Bisgaard. Dann ging es weiter. Am Montag werden die Kinder dann erstmals im Neubau abgeliefert.

Die drei vom Umzugsunternehmen erwecken Aufsehen. Foto: Karin Riggelsen
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