Kunstprojekte

Freude über die bunte Kunst im dunklen Viadukt

Freude über die bunte Kunst im dunklen Viadukt

Freude über die bunte Kunst im dunklen Viadukt

Sonderburg/Sønderborg
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Marion Petersen und Helga Jørgensen konzentrierten sich auf die Motive. Foto: Ilse Marie Jacobsen

Zehn freiwillige Straßenmaler verschönern zwischen dem Deutschen Museum und der Deutschen Schule Sonderburg den recht tristen Tunnel. Vier Tage haben die fleißigen Maler für das Projekt der Initiatorin Jana Surkus abgesetzt.

Am Donnerstag wurden die beiden Eingänge des bis Donnerstag recht dunklen Tunnels zwischen dem Deutschen Museum und der Deutschen Schule Sonderburg mit einer frischen bläulichen Farbe angestrichen.

Am Freitag durften die Helfer der Initiatorin, der Jugendkunstkonsulentin Jana Surkus, dann die künstlerische Verzierung der beiden nun strahlend weiß angestrichenen Seiten des Durchgangs in Angriff nehmen.

Initiatorin steht daneben

In der Mitte des sonst immer ganz freien Tunnels standen zwei große Tische mit den nötigen Hilfsmitteln. Die sonst so malbegeisterte Jana Surkus hielt sich zurück.

„Ich bin schwanger. Ich darf nicht mitmalen, sondern nur daneben stehen. Vielleicht darf ich eine kleine Welle malen?“, meinte sie lächelnd. Das kam für sie nicht infrage. Aber sie konnte die anderen verbal anspornen.

Ganz bei der Sache

Die beiden ersten Maler des Freitags, Marion Petersen und Helga Jørgensen, konzentrierten sich mit Pinsel und Farbbottich bewaffnet auf die Motive. Laut der Surkus-Vorlage hat der erste Teil des Tunnels mehrere Leuchttürme, Wellen und Vögel.

Die Künstler gingen um 9 Uhr an die Arbeit. „Aber wir sind ja nur Straßenmaler“, meinte Marion Petersen.

„Je länger wir malen, desto schlapper werden die Arme“, kommt es von der lachenden Helga Jørgensen, die auch am Donnerstag bei den einleitenden Arbeiten schon dabei war. Für das Projekt wurden vier ganze Arbeitstage eingeplant. Die eine Seite wird unter anderem mit Plakaten verziert, gegenüber entsteht eine Symbolleiste.

Für das Projekt sind mehrere Tage abgesetzt. Foto: Ilse Marie Jacobsen

Lob von den Passanten

Einige Passanten, die eigentlich nur hinüber zur anderen Seite wollten, schauten sich interessiert um und lobten das Projekt. „Wie kommt es eigentlich, dass ihr so kreativ seid?“, fragte die zufällig vorbeikommende Carla Pach. Sie bekam eine Erklärung, und lächelnd ging sie weiter: „Ich freue mich, wenn ich auf dem Rückweg wieder vorbeikomme.“

„Ihr benötigt Hilfe – eine Wasserwaage“, rief ein Mann den Künstlerinnen augenzwinkend zu. „Aber das wird sehr schön“, meinte er anschließend anerkennend.

Andere Passanten hatten am Donnerstag gemeint, dass die Maler doch auch den Tunnel bei Føtex verschönern sollten.

In den kommenden Tagen werden die fleißigen Maler noch im Tunnel aktiv sein.

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