Bilanz gezogen

Feuerwerks-Verbot kostete Besucher

Ilse Marie Jacobsen
Ilse Marie Jacobsen Journalistin
Sonderburg
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Das Ringreiterfest sind vier Tage Fest und Party. Foto: Karin Riggelsen

Das Ringreiterfest in Sonderburg ist vorbei. Nun wurde Bilanz gezogen: Bis zu 1.500 Gäste weniger kamen am Montag. Schuld ist das Feuerwerksverbot. Trotzdem sind die Veranstalter zufrieden.

Der Ringreiterverein hat eine Bilanz über das größte Fest in Sonderburg gezogen. Freitag, Sonnabend und Sonntag haben vier Prozent mehr Menschen auf dem Ringreiterplatz im prachtvollsten Sommerwetter ausgelassen gefeiert.

Das Plus wurde am Schluss aber von einem Minus „gefressen“. Am Montag musste das traditionelle Feuerwerk wegen der wochenlangen Dürre aus Sicherheitsgründen abgesagt werden. Das hat den Ringreiterverein die Einnahmen von 1.400 bis 1.500 zahlenden Gästen gekostet. Im Vergleich zum vergangenen Jahr wurden diesmal 10.000 Kronen weniger auf diesem Konto abgebucht. Beim Eintritt wurden 2018 970.000 Kronen kassiert.

Trotzdem zufrieden

Der Ringreiterverein Sonderburg ist aber trotzdem mehr als zufrieden. „Wir hatten ein sehr gutes Fest. Bei uns sind die Hände ganz oben. Dass wir das Feuerwerk am Montag Abend nicht durchziehen konnten, daran sind wir ja nicht schuld. Aber wir konnten in der kurzen Zeit, es wurde am Freitag abgesagt, keine schnelle Alternative finden“, meint der Vorsitzende des Ringreitervereins, Jes Andersen. Aber der Veranstalter ist trotzdem klüger geworden.

„Wir haben ja nie gewusst, wieviele Zuschauer das Feuerwerk anlockt. Das wissen wir nun: bis zu 1.500 Personen“, so Jes Andersen.

Fast alles ausverkauft

Er freut sich über verschiedene Veranstaltungen, die in diesem Jahr völlig ausverkauft waren. Dazu gehört das Herrenfrokost mit seinen fast 2.000 Herren und das Tattoo, das zum zweiten Mal am Sonderburger Schloss durchgezogen wurde. 1.500 Sitzplätze wurden dafür verkauft.

„Und das waren alle. Von der hintersten Tribune hatte man keinen Ausblick und die haben wir deshalb weggespart. Es ist immer eine Herausforderung mit den Tribunen. Meistens braucht man zwei bis drei Veranstaltungen, bis man die beste Lösung gefunden hat“, so Jes Andersen.

Fokus auch im nächsten Jahr auf dem Tattoo

In Sonderburg wird eine Tattoo-Show geboten – und auf Show wird auch in den kommenden Jahren sehr großen Wert gelegt. „Wir nennen es absichtlich eine Show. In diesem Jahr war unter anderem das englische Orchester und die große Band K&G Leiden aus Belgien dabei. Sie sind Weltmeister, und sie heben das Niveau ganz ungemein. Wir werden den Strauß auch in den nächsten Jahren noch erweitern“, verspricht Vorsitzende.
Bislang hat der Ringreiterverein die Besucherzahlen immer pro Tag für Tag verglichen, aber das wird nun geändert. Künftig wird nur noch auf die Besucherzahl aller vier Ringreitertage geschaut.

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