Lokale Wirtschaft

„Café Smag“ konzentriert sich auf lokale Produzenten

„Café Smag“ konzentriert sich auf lokale Produzenten

„Café Smag“ konzentriert sich auf lokale Produzenten

Sonderburg/Sønderborg
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Café Smag ist das direkte Gegenüber vom Alsion, auf der anderen Seite des Alsensunds. Foto: Ilse Jacobsen

Preben Thorsen übernahm am 15. August das Café im Multikulturhaus

Am 15. Juli erhielt das Café im Multikulturhaus einen neuen Betreiber. Preben Thorsen (56) bedient nun die Kunden, die sich bei einer pfhantastischen Aussicht mit einer erstklassigen Tasse Kaffee und einigen Delikatessen aus der Sonderburger Gegend verwöhnen lassen wollen.

Seit seinem 16. Lebensjahr hat der ausgebildete Koch verschiedene Stellen in der Gastronomie besetzt. Zuletzt arbeitete er vier Jahre lang als Koch im Gut Sandbjerg. Vorher war er Hallenleiter in Broacker, er war bei EUC-Syd und leitete acht Jahre das Restaurant im Sonderburger Flughafen.

„Mir wurde für das Café ein Tipp gegeben. Ich arbeite ja schon seit einigen Jahren mit dem lokalen Essen in Nordschleswig. Ich will den kleineren Produzenten zu einer Zusammenarbeit mit Kantinen, Hotel und Restaurants helfen. Die großen Lieferanten sitzen ja auf 90 Prozent in dieser Branche “, so Preben Thorsen.

Im „Café Smag“ setzt er selbst ganz gezielt auf lokale Lieferanten. „Die Kleinen müssen den Kleinen helfen. Wenn man sich hilft, dann gibt das einem ein sehr gutes Gefühl“, meint er. Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit mit „La Fromagerie“ und „Als Risteri“. Er gründete vor zwei Jahren die informative Homepage „FoodLocal.dk“.

Gerichte ohne Fleisch und Fisch

Preben Thorsen hatte in den vergangenen Wochen sehr viel zu tun. Er setzt ausschließlich auf Gerichte ohne Fleisch und Fisch. „Aber hier gibt es nicht nur Linsen und Bohnen“, verspricht er lächelnd.

Das Multikulturhaus ist eine gelungene Mischung mit den Bibliotheken, der Kunstschule und den vielen Vereinen, die sich kostenlos im Multikulturhaus treffen können. „Wir sind ein sehr großes Haus, und das Café ist ja nur klein. Aber hier passiert so viel. Auf dem Programm des kommenden Winters stehen 180 Veranstaltungen“, erklärt er.

Im Augenblick sucht Thorsen nach zwei festen Mitarbeitern, die eine gewisse Portion Begeisterung für die Gastronomie mitbringen müssen. Das Essen zubereiten ist für Preben Thorsen nicht das größte Problem. Aber er will vor Ort gern seine Gäste über die lokalen Produzenten informieren. In der Küche will der Koch, der im Hvide Hus gelernt hat, nicht festwachsen.

Das Café muss mit dem Rest des Hauses gemeinsame Sache machen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Logo des jungen „Café Smag“ mit dem dekorativen grünen „g“ . Das haben Mitarbeiter der Bibliothek und der nordschleswigschen Kunstschule entworfen. Es hat ein gemeinsames Treffen der Nachbarn im Multikulturhaus stattgefunden.

Thorsen hat viele Ideen

Preben Thorsen hat viele Ideen. „Und wenn du mal rüber zum Alsion schaust, dann siehst du dieses große Segel. Ich habe hier ein Café mit der besten Hafenkailage. Das darf doch alles gern gemütlicher gestaltet werden. Und die Kunstschule dürfte doch auch gern einige Werke ausstellen“, meint er. Thorsen selbst ist kein Vegetarier, aber er findet es spannend, wenn die Beilagen spannender gestaltet werden. Das ist für ihn eine attraktive Herausforderung.

Das Café verfügt über 30 Sitzplätze im Multikulturhaus und 40 Sitzplätze im Freien. Wenn es im Winter früher dunkler wird, will Preben Thorsen im Café Smag gemeinsame Mahlzeiten für verschiedene Gruppen veranstalten – z. B. für Senioren, Frauen oder Männer. Nach seinem Mallorca-Urlaub hat er übrigens auch frisch zubereitete Pfannkuchen eingeführt.

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