Musik

Bus Stop: Eine Hommage an die Hollies

Ruth Nielsen
Ruth Nielsen Lokalredakteurin
Alsen/Als
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Bus Stop mit (v. l.) Jan Christiansen, Tim Hansen, Todde Andersen, Frank Hansen, Ole Skau und Søren Jensen. Foto: Ruth Nielsen

Die Reste der Bands Haimonds und LSD haben sich neu formiert. Die sechs Musiker spielen ausschließlich Musik der 1960er Jahre .

Aus zwei mach eins: Fünf in die Jahre gekommene Musiker der örtlichen Bands „Haimonds“ und „LSD“ (LigeSomDengang) haben die Band „Bus Stop“ gegründet. Es ist eine Hommage an die legendäre englische Rockband „The Hollies“, die 1966 mit eben „Bus Stop“ die Hitparaden erobert hatte.

„Einer ist verstorben, ein anderer krank, ein anderer will nicht mehr“, meint Tim Hansen, Gitarrist der „Haimonds“. Bei „LSD“ sah es ähnlich aus. Da sich die Musiker kannten, kam eines zum anderen, und die Idee zur Fusion war geboren.
Es gab auch keine Zweifel, was gespielt werden soll: Musik der 1960er Jahre: „Wir sind mit dieser Musik groß geworden. Die Hollies ist unsere Lieblingsband. Es ist schon lustig, welchen Auftrieb wir über Facebook gekriegt haben. Das erste Konzert im Schützenhaus (Borgerforeningen) war sofort ausverkauft, nun machen wir ein zweites. Wir sollen auch im Kultursaal in Augustenburg spielen. Das gibt dir Energie. Da kannst du nicht aufhören“, sagt der 67-jährige Tim Hansen.

Frank Hansen, mit 71 der Nestor der Band, begründet sein Mitmachen damit, „dass mir Musik einfach Freude macht. Du erlebst deine Jugend wieder. Ich mag die alten Nummern, die begeistern mich.“
So ähnlich muss das Publikum fühlen/denken: „Du erlebst deine Teenagerzeit wieder. Das verbindet uns. Unser Publikum ist ab 70 und jünger“, ergänzt Tim Hansen.

Viel Platz ist nicht im Probenraum, der wegen Einbruchsgefahr geheim bleibt. Foto: Ruth Nielsen

„Kopieren, so dicht am Original wie möglich“

Nostalgie kommt auch bei Gitarrist Jan Christiansen auf, der sich sehr gut an seine Jugendjahre erinnert, die geprägt war von der Musik, die die Welt revolutioniert hatte. „Die Musik hat damals hohe Wellen geschlagen“, weiß er.
„Wenn wir erst mal weg sind, wird es diese Musik nicht mehr geben“, ist Todde (Knud Flemming) Andersen, Keyboard, überzeugt.

Mit 49 Jahren ist Søren Jensen aus Esbjerg der Jüngste. Er ist der Neuzugang, weil die Band einen Bassisten brauchte. Die Band „Hollies“ sagt ihm nichts. „Ich habe diese Musik nie vorher gespielt. Ich spiele eher Rock, Pop und Folk. Es ist eine vollständig neue Welt für mich“, sagt er.

Mittlerweile hat er sich an die Musik gewöhnt, die er „gut findet. Sie gefällt mir. Ich werde auf vielerlei Weise herausgefordert“.

Bus Stop wird wie zuvor LSD und Haimonds die alten Hits nicht neu interpretieren, sondern sie „kopieren, so dicht am Original wie möglich. Wir sind nicht daran interessiert, ein neues Genre aufzutun. Deswegen engagieren uns ja die Leute“, erklärt Todde Andersen.

Bus Stop hat sein erstes offizielles Konzert am 5. Oktober. Die Musiker machen zwei Stunden Programm. Dafür üben sie 25 Lieder ein. „Damals waren sie ja nicht so lang“, lacht Todde.

Zwischendurch gibt es instrumentale Soloeinlagen. So kann jeder zeigen, was an Können und Erfahrung in ihm steckt. „Wir spielen Musik, die den Ohren gefällt, keine technisch produzierte wie andere Bands, sondern live. So wird die Musik lebendig, so lebt die Musik. Das ist die Musik unserer Generation, wie wir sie kennen“, sagt Jan Chistiansen.
Und Tim Hansen meint, dass „diese Musik einfach gern gehört wird, und du kannst danach tanzen“.

Die Musiker wollen aber auch zeigen, dass bei Bus Stop „zwei Bands zusammenspielen“ , sagt Todde von LSD, der damals wie seine Freunde 13, 14 Jahre alt war und damit die jüngste Band Dänemarks. Der Name LSD habe nichts mit der Droge zu tun. So etwas hätten sie nicht nötig gehabt. Die Musik war und ist berauschend genug. Ein paar Biere aber gönnen sie sich schon.

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