Lokalpolitik

Bürgermeister Lauritzen: Da kann man doch nur stolz sein

Bürgermeister Lauritzen: Da kann man doch nur stolz sein

Bürgermeister Lauritzen: Da kann man doch nur stolz sein

Sonderburg/Sønderborg
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Sonderburger Rathaus Foto: Archiv: DN

Seit der Katastrophen-Platzierung Nr. 95 in der Wirtschaftsfreundlichkeitsanalyse des Verbands Dansk Industri im Jahre 2015 ist es für Sonderburg nur bergauf gegangen. Nun liegt die Kommune am Alsensund auf Platz 25.

Ein guter Kontakt zu den Unternehmen und ein konstanter Durchgang aller Einsatzgebiete in der Kommune hat die Kommune Sonderburg in der diesjährigen Wirtschaftsfreundlichkeitsanalyse von Dansk Industri auf Platz 25 befördert. Im vergangenen Jahr lag Sonderburg auf Platz 28.

„Sonderburg ist in eine Liga gekommen, wo es für andere Kommunen, die ihre Wirtschaftsfreundlichkeit verbessern wollen, interessant ist zu erfahren, wie eine Kommune in der südöstlichen Ecke von Nordschleswig das geschafft hat. Das war eine völlig fantastische Reise. Es würde mich nicht wundern, wenn diese Reise noch weiter führt“, erklärt der Vorsitzende von DI Sønderjylland, Hans Olling, in einer Pressemitteilung.

Mehrfach unter den Besten

Dänemarkweit hat Sonderburg in der Kategorie „Kommunale Sachbearbeitung“ einen stolzen dritten Platz belegt. Landesweit auf Platz acht liegt Sonderburg bei den physischen Rahmenbedingungen. Eine schnelle und effektive Sachbearbeitung ist für die Unternehmen eine wichtige Sache. Die physischen Rahmenbedingungen sind entscheidend, wenn es um die Optimierung der Produktion geht.

Nur bei den Kategorien „Steuern, Abgaben und Gebühren“ und dem Image der Kommune büßte Sonderburg Plätze ein. Bei den Steuern und Abgaben sackte die Kommune von Platz 37 auf Platz 51.

Beim Image ging es von Platz 38 auf Platz 52.

Ein glücklicher Bürgermeister

Für Bürgermeister Erik Lauritzen (Sozialdemokratie) kein Grund zum Weinen: „Da kann man doch nur stolz sein. Ich bin sehr glücklich, dass wir an der Entwicklung seit 2015 festhalten konnten. Alle haben sich bemüht. Unternehmen und Bürger berichten, dass man hier einen sehr guten Service erhält.“

Lobend erwähnt der Bürgermeister unter anderem das Jobcenter, wo Arbeitslosen seit Jahren effektiver geholfen wird.

Nur beim Image gibt es noch Aufholbedarf.

„Wir sind ja alle stolz auf unsere Gegend. Leute von draußen haben ein gutes Erlebnis, wenn sie zu uns kommen. Aber viele Menschen wissen nicht, was wir hier eigentlich alles haben. Das müssen wir besser vermarkten“, so Erik Lauritzen.

Mehr Reklame für Sonderburg

Gerhard Bertelsen (Schleswigsche Partei) ist Vorsitzender des Sonderburger Wirtschaftsrats. „Wir befinden uns in einer laufenden Verbesserung. Es zeigt, dass wir daran festhalten“, meint er. Dansk Industri’s Wirtschaftsfreundlichkeitsanalyse ist die Fünfte in diesem Jahr. In jeder einzelnen Analyse hat Sonderburg zugelegt.

Auch für Bertelsen ist das Image der Kommune eine große Herausforderung: „Wir müssen für Sonderburg mehr Reklame machen“, so Bertelsen, der darauf hinweist, dass die Kommune am 6. Dezember ein Seminar für die Wirtschaft, die Kommune und Institutionen veranstaltet. Dort wird unter anderem auch über Sonderburgs grüne Positionierung gesprochen, mit der die Kommune sich ebenfalls vermarkten könnte.

Einwohnerzahlen und Lieferanten

Sonderburgs Einwohnerzahlen sind rückläufig. Aber das ist nicht zuletzt ein Ergebnis der nicht mehr präsenten Kaserne und dem Umzug der Krankenschwesternschule nach Apenrade (Aabenraa).

Gerhard Bertelsen kann Dansk Industri beim Kritikpunkt in punkto private Lieferanten Recht geben. „Aber da sind wir dran. Da gibt es noch ein Riesen-Potenzial. Aber ich bin kein Anhänger, alles zu privatisieren“, stellt er fest.

DI’s elfe Analyse

Es ist bereits die elfte Wirtschaftsfreundlichkeitsanalyse von Dansk Industri. Landesweit haben 7.616 Unternehmen auf die Fragen von DI geantwortet. 93 von Dänemarks 98 Kommunen wurden beurteilt. Nur die Kommunen Samsø, Langeland, Ærø, Læsø und Fanø sind nicht dabei.

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