Ausstellung

Brückenschlag der Künstler

Brückenschlag der Künstler

Brückenschlag der Künstler

Ruth Nielsen
Ruth Nielsen Lokalredakteurin
Iller
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Bernd Sievers experimentiert mit Materialien. Foto: Ruth Nielsen

Die grenzüberschreitende Frühjahrsausstellung im Ziegeleimuseum Cathrinesminde wurde eröffnet – sie läuft noch bis zum 28. April.

Zum 20. Mal eröffnet die Frühjahrsausstellung des Broagerlands Kunstforening die Saison des Ziegeleimuseums Cathrinesminde. Und wie stets ist sie grenzüberschreitend und doch „etwas anders“, wie Stephan Kleinschmidt (SP), Vorsitzender des Kulturausschusses, bei der Vernissage am Sonntag betonte. Der aus Syrien stammende Künstler Hasko Hasko, Klipleff, „ist nicht deutsch, nicht dänisch, aber eben auch grenzüberschreitend und ein wichtiger Brückenschlag“.

Die weiteren Aussteller sind Keramikerin Laila Hartig, Gravenstein, Lars Tholander, Augustenburg, und Bernd Sievers, Esgrus.
Kleinschmidt sprach das Jahr 2020 an, in dem sich zum 100. Mal die Festlegung der jetzigen Grenze jährt. Es seien 100 Jahre, in denen aus einem Gegeneinander ein Miteinander geworden sei, mit zwei Minderheiten.

„Es entstand eine ganz besondere Kultur und Mentalität, getragen von Respekt, Gründergeist und Gemeinsinn. Daraus ergeben sich immense Potenziale für kulturelle und künstlerische
Erlebnisse“ in der Grenzregion.

An die Künstler gewandt meinte er, dass sie „ein bisschen von sich zeigen“, ein Augenblicksbild: „Sie entwickeln sich, treffen auf neue Einflüsse, inspirieren und werden inspiriert.“
Ihre Art verband er mit der Ekensunder Künstlerkolonie, deren Inspirationen in der Natur und der Umgebung lagen. „Wie heute auch entfaltet sich Kunst in der Natur und Natur in der Kunst.“

Hasko Hasko
Stephan Kleinschmidt (l.), Karin Baum und Hasko Hasko verstanden sich prächtig. Foto: Ruth Nielsen

Was er besonders schätze, sei die Vielfalt in der Ausstellung, ein Begriff, der ein Schlüsselwort der kommunalen Vision im Kulturbereich sei, eine Vielfalt, wie sie das Grenzland mit seiner Kultur und Sprache zeige, was auf vieles andere abfärbe, „eine extra Dimension, die inspiriert“, so Kleinschmidt.

Wie diese Ausstellung soll auch die Gartenschau zeigen, „wie wir ab 2020 durch ein gemeinsames kulturelles Erbe und einen gemeinsamen Kulturkreis grenzüberschreitend miteinander verbunden sind“; da werden Blumen Brücken bauen, eine Initiative, die notwendig ist für die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit.
Lars Tholander bedankte sich im Namen der Künstler für die „Ehre“, die 20. Ausstellung ausrichten zu dürfen. Er stellt sie vor:

Hasko Hasko male „farbige Bilder von Tieren“, die voller Symbolik seien. Laila Hartig folge der Tradition der Gegend, weil sie mit Lehm arbeite. „Laila brennt“, meinte er doppeldeutig zu seinen Beobachtungen, wenn aus dem Schornstein des „Ølhuset“ wieder Rauch steige. Bernd Sievers hat ein Faible für Materialien, mit denen er experimentiere.
Und er selbst habe anlässlich der Ausstellung Neues kreiert: dicke Frauen mit einem Bewegungsball. Es sind großflächige Aquarell- und Tuschbilder.
Die Frühjahrsausstellung hat bis zum 28. April täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Montag ist Ruhetag.

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