Deutsche Minderheit

Born: „Ihr seid sowas von gemein! Aber ich liebe euch“

Born: „Ihr seid sowas von gemein! Aber ich liebe euch“

Born: „Ihr seid sowas von gemein! Aber ich liebe euch“

Rinkenis/Rinkenæs
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Stefan Sass (l.) überreichte Florian Born ein Diplom, Blumen und eine Flasche Amarone. Foto: Ilse Marie Jacobsen

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Für den Leiter der deutschen Kindergärten in Sonderburg gab es in Rinkenis eine Riesen-Überraschung. Dort wurde sein 25-jähriges Jubiläum gefeiert.

Der Leiter der Deutschen Kindergärten Sonderburg wunderte sich gestern ganz gehörig. Florian Born kam eine halbe Stunde früher als vereinbart. Aber bei seiner Ankunft im Kindergarten Rinkenis am Stenvej 27 traf er nicht nur die dortigen Angestellten und spielende Kinder. Melanie Krumbügel vom Kindergarten Broacker war auch da. Das eine Kind beglückwünschte ihn – und im Garten stand ein weißes Zelt, das an den Seiten mit vielen Fotos von Florian Born geschmückt war.

Da wusste Born, was los war. Die drei Leiterinnen der deutschen Sonderburger Kindergärten hatten eine ganz liebe Überraschung für ihn: Sein 25. Jubiläum beim Deutschen Schul- und Sprachverein am 1. August sollte in einer sehr gelassenen, gemütlichen Runde gefeiert werden.

Fotos von den vergangenen 25 Jahren hingen am weißen Zelt im Garten. Foto: Ilse Marie Jacobsen

Ich will ja immer gern andere überraschen, aber selbst überrascht werden? Draußen ist ja sogar geschmückt worden. Dann kann ich ja nicht mal mehr wegrennen.

Florian Born, Leiter der deutschen Kindergärten Sonderburg

Bevor die anderen Gäste eintrafen, war Florian Born erst einmal ziemlich geplättet. „Ich will ja immer gern andere überraschen. Aber selbst überrascht zu werden. Draußen ist ja sogar geschmückt worden. Dann kann ich ja nicht mal mehr wegrennen“, meinte er lächelnd. „Und ich hab mich heute ja nicht einmal rasiert“, stellte er kopfschüttelnd fest.

Gäste von nah und fern

Dann kamen die Gäste von nah und fern. Florian Born unterhielt sich mit den eintrudelnden Festteilnehmenden. So hatten die Kindergärtnerinnen unter anderem auch alle Mitarbeiter der drei anderen deutschen Kindergärten Sonderburgs eingeladen.

Der Pädagoge Thies Weisnerkrieger mit Daniel und Sally, die sich wie die anderen Kinder einen leckeren Kuchen gönnen. Foto: Ilse Marie Jacobsen

Plötzlich strahlte der Jubilar noch überraschter. „Du Schande. Meine Frau ist auch da. Ihr seid sowas von gemein. Aber ich liebe euch“, so der Jubilar, der sofort zu seiner Lebensgefährtin Christiane eilte.

Ein Mensch mit Haltung

Stefan Sass, der Leiter der Abteilung Kindergärten des DSSV, überreichte dem Jubilar im Schatten eines Baums anschließend ein eingerahmtes Diplom, einen Blumenstrauß und eine Flasche Amarone.

Die drei Kindergärtnerinnen hatte alle selbst einen Kuchne gebacken. Foto: Ilse Marie Jacobsen

Er überbrachte Grüße von der DSSV-Leitung in Apenrade (Aabenraa). „Du bist ein Mensch mit Haltung. Wir bedanken uns für die 25 Jahre“, so Sass.

Eine gelungene Überraschung

Wenig später traf die nächste Überraschung im Garten des Kindergartens ein. Es war Borns Schwester Katharina, die schon seit vielen Jahren in Hamburg lebt. Florian Born lächelte ganz überwältigt. „Ich bin sehr bewegt – und ich werde es euch heimzahlen“, meinte er.

Die drei Kindergärtnerinnen hatten alle einen Kuchen gebacken und anschließend durften sich alle eine Tasse Kaffee und etwas Süßes unter dem Dach des weißen Zelts gönnen.

Kein Zweifel: Die Überraschung war gelungen. Aber Born genoss die Feier in vollen Zügen.

Ein ganzer Tisch voller Geschenke Foto: Ilse Marie Jacobsen
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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Ein Leck in unserer Gesellschaft“