Vorbereitung

Blumenpracht am Wegesrand

Ruth Nielsen
Ruth Nielsen Lokalredakteurin
Klingbjerg
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Ingebeth Møller und Karsten Staarup packten mit an. Foto: Ruth Nielsen

Den Frühling im Blick setzten die Bewohner von Klingbjerg 3.500 Blumenzwiebel in die Erde – für sich und für Besucher. Das Geld für die Zwiebeln kommt von der Kommune.

Der Ort Klingbjerg zählt 22 Haushalte. Einige Bürger hatten sich am Sonnabend bei Sonnenschein am Klingbjergstein getroffen, der 2004 anlässlich des 400. Geburtstages des Ortes gesetzt worden war. Die Aufgabe der Klingbjerger: 3.500 Frühlingsblumen zu pflanzen. Auch dieser Ort ist Nutznießer der politischen Entscheidung, ihre Straßenränder mit Blumen zu verschönern. „Das wollten wir eigentlich früher gemacht haben, aber die Leute müssen ja auch Zeit haben”, sagt Sanne Riggelsen von der Dorfgilde zum späten Setzen.

Inga Jornil und Sanne Riggelsen setzen die Zwiebeln. Foto: Ruth Nielsen

„Es gibt nichts Schöneres als die blühenden Blumen am Straßenrand. Das sieht so toll aus und gibt Leben”, sieht es Ingrid Somsted, seit 52 Jahren Bewohnerin Klingbjergs. Die Aktivität würde zudem die Gemeinschaft stärken. „Das bedeutet sehr viel. Wir sind zwar ein kleiner Ort,wo jeder jeden kennt, aber wir überrennen uns nicht“, weiß Sanne Riggelsen, gebürtig aus Guderup. Sie wohnt seit 25 Jahren im Ort und kann sich nichts Besseres vorstellen.Die Narzissen in drei Farben und Pfingstblumen hat die Kommune erneut gespendet. Die Verwaltung hatte im Zuge der Haushaltsverhandlungen vorgeschlagen, diesen Posten zu streichen. Der Technische Ausschuss hingegen hat an der Ausgabe von 70.000 Kronen festgehalten. Denn ein Blütenmeer auf dem Dorf zeugt von einer lebendigen Gemeinschaft. Zudem erfreuen sie nicht nur Bürger, sondern auch Urlauber.

Der Spaten flutschte in die Erde. Foto: Ruth Nielsen

Die Zwiebeln waren recht schnell ins lockere Erdreich gelegt worden. In kreisrunden Aushüben wurden um die 50 Stück gesetzt: „Dann sehen sie aus wie Sträuße, dick und rund”, freut sich Sanne. Sie kann auch kaum erwarten, wenn die Krokusse rund um den Stein blühen. Um die 1.000 blaue sind in der Erde. Es sollen weitere dazu kommen, „aber sie müssen erst blühen. Wir wissen ja nicht, wo wir die 1.000 gesetzt haben”, lacht Sanne.

Der Klingbjergstein ist Treffpunkt für Veranstaltungen wie Tannenbaumentzünden, Sonnenwende, Dorffest und die Aktion „sauberes Dorf”. Und dort, im Freien, nahmen die Hobbygärtner auch heißen Kaffee und Kuchen ein, die Belohnung ihrer Mühen.

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