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Blaue-Flagge-Aktivitäten nur mit Anmeldungen

Blaue-Flagge-Aktivitäten nur mit Anmeldungen

Blaue-Flagge-Aktivitäten nur mit Anmeldungen

Sonderburg/Sønderborg
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Auf dem Marktplatz vor dem Rathaus wurden in den vergangenen Jahren Aktivitäten für jung und alt angeboten. Hier werden die Wasserfernrohre ausprobiert. Foto: Ilse Marie Jacobsen

Corona: Nach mehreren Treffen setzen die Verantwortlichen nun auf ein Programm mit diversen Sicherheitsvorkehrungen. Blaue Station bleibt diesmal geschlossen.

Die Sonderburger Gegend verfügt über 209 Kilometer Strand und in diesem wie im vergangenen Jahr acht Stränden mit dem internationalen Qualitätssiegel Blaue Flagge des „Friluftsrådet“. Seit vielen Jahren können Kinder in den Sommermonaten am oder im Wasser an verschiedenen spannenden Aktivitäten der Blauen Flagge Station beteiligen – ob Küstensafari, Abendfischerei oder die Suche nach Kleintieren am Strand.

Aber in diesem Jahr sah es aufgrund Corona-Pandemie mit den Blauen Flagge-Aktivitäten ziemlich schwarz aus. Nach einem Treffen am Freitag ist Naturcenterleiter Andreas Hermann aber wieder zuversichtlich: „Wir haben schon mal in die Kristallkugel geschaut und nach dem 8. Juni dürfen wir wieder zwischen 30 und 50 Personen sein. Dann können wir auch wieder ein Programm machen.“

Das Programm soll die Bürger mal wieder zu einem neuen Zeitvertreib locken: ob zum Fischfang, Yoga oder einfach nur um auf den Geschmack des Meeres zu kommen.

Andreas Hermann ist auch bei dem Muschelprojekt im Alsensund aktiv. Foto: Karin Riggelsen

Bislang haben die Naturberater 36 Aktivitäten ins Auge gefasst. Für jede einzelne Veranstaltung gilt: überall müssen die Teilnehmer sich vorher anmelden. Die Anmeldungen werden die Naturberater oder das Fremdenverkehrsbüro in Sonderburg entgegennehmen.

„Wir müssen die Anzahl und das Saubermachen immer im Griff haben“, wie Hermann erklärt.

Nur ein Helfer

In diesem Jahr bleibt die Blaue-Flagge-Station im Sonderburger Yachthafen aber geschlossen. Dort haben die Kinder sich sonst immer dienliche Hilfsmittel für die Aktivitäten – zum Beispiel Eimer, Netze oder auch Wasserfernrohr – holen können. „Wenn die Station sauber gehalten werden muss, dann erfordert das ein festes Personal. Das können wir diesmal aber nicht gewährleisten“, so Andreas Hermann.

In diesem Jahr wurden nicht wie sonst üblich zwei Personen, sondern nur eine Person für die Blaue-Flagge-Aktivitäten angeheuert. Der angehende Meeresbiologe, Mathias Brygmann Jessen, wird sich um einige der Aktivitäten kümmern. Mathias Brygmann Jessen kommt aus Sonderburg, im Sommer schliesst er seine Ausbildung mit einer Kandidatur ab. Er hat schon zwei Jahre bei der Blaue-Flagge-Station mitgeholfen.

Ihm werden diesmal einer der sechs Naturberater Sonderburgs zur Seite gestellt.

Erst in den Ferien

In diesem Jahr werden die Aktivitäten übrigens nicht beim Johannisfeuer eingeleitet. Im vergangenen Jahr kamen auf dem sogenannten Fliegenpapier am Schloss 1.000 Menschen zusammen. Das geht aufgrund Corona ja in diesem Jahr überhaupt nicht. „Wir machen vielleicht etwas Virtuelles. Das mit Corona ist ja eine riesige Herausforderung. Aber für uns ist es auch eine Möglichkeit, mal was ganz Neues auszuprobieren“, so der Naturcenterberater.

Die Kinder wollen sich gern anschauen, was bei Alsen im Wasser alles umher schwimmt. Foto: Ilse Marie Jacobsen

Diesmal geht es erst bei den Sommerferien-Aktivitäten richtig los. Das Programm wird bis zum 9. August gehen. „Das Programm stellen wir im Augenblick zusammen“, so Hermann.

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