Geschichte

Bewegende Momente vom Krieg 1864

Bewegende Momente vom Krieg 1864

Bewegende Momente vom Krieg 1864

Sonderburg/Sønderborg
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Fast ganz Sonderburg lag nach dem Bombardement in Schutt und Asche. Foto: Museum Sønderjylland

Seltene Gelegenheit: Die Gäste können im Sonderburger Schloss vornehme neue Geschenke des Museums bewundern: 1864-Aquarelle des Malers Frederik Visby.

Der Kunstmaler Frederik Visby war einer der Künstler, die beim Krieg 1864 dabei waren. Er lieferte illustrierten Zeitungen Skizzen von dem blutigen Geschehen. Im Frühjahr schenkte der Kopenhagener Verein „Kastellets Venner“ dem Museum Sønderjylland 16 seiner Aquarelle. Die Bilder zeigen Szenen aus dem Krieg 1864 in Sonderburg und Umgebung. Es sind sehr spannende Motive, so der Einheitsleiter Carsten Porskrog Rasmussen.

Sie sind schön und sehr fein gemalt, und sie lassen uns sehr nah an den Alltag und die Ereignisse 1864 kommen.

Carsten Porskrog Rasmussen, Museum Sønderjylland

Zwei Gemälde zeigen den Marktplatz von Sonderburg – vor und nach dem preußischen Bombardement am 2. April, das fast die ganze Stadt in Schutt und Asche legte. Auf dem dritten Bild ist die Schlacht auf Düppel von Sonderburg aus zu sehen. Die dänischen Soldaten schauen Richtung Düppel, wo der Pulverrauch emporsteigt und zeigt, wie arg es dort oben vor sich ging. Andere Bilder zeigen ruhigere Augenblicke während der Kämpfe.

Die Soldaten schauen hinauf zu Düppel. Foto: Museum Sønderjylland

Nah am damaligen Geschehen

„Es ist ein sehr vornehmes Geschenk, das wir erhalten haben“, so Carsten Porskrog Rasmussen dankbar. „Sie sind schön und sehr fein gemalt, und sie lassen uns sehr nah an den Alltag und die Ereignisse 1864 kommen. Wir können sie nicht permanent ausstellen, da sie sehr empfindlich sind. Wir haben uns aber entschlossen, diese in diesem Sommer zu zeigen. Einige der großen Gemälde sind an Sonderausstellungen verliehen. Es ist daher eine seltene Möglichkeit, diese Bilder zu zeigen. Für alle Interessierten ist es eine Chance, die wohl so schnell nicht wiederkommt“, so Rasmussen.

Die Werke können ab Montag, 6. Juli, im Sonderburger Schloss bewundert werden.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Mutiges Museum“