Zwischen Nordalsen und Helnæs

Behörde für Windpark scharf kritisiert

Ilse Marie Jacobsen
Ilse Marie Jacobsen Journalistin
Sonderburg/Sønderborg
Zuletzt aktualisiert um:
Foto: dpa

Die Kommune Assens wirft der Energiebehörde eine zu enge Kooperation mit Sonderburg vor.

Der von der Sonderburger Kommune geplante Windpark zwischen Nordalsen und Helnæs hat in Assens erneut kritische Kommentare hageln lassen.

„Wir sind mehrfach auf Sachen gestoßen, wo wir bezweifeln, dass die Energiebehörde neutral ist, wenn sie Sonderburgs Bewerbung um einen Windmühlenpark im Kleinen Belt behandeln sollen“, so Bürgermeister Søren Steen Andersen von der Kommune Assens gegenüber DR.

Assens stutzt, weil die Energiebehörde und Sønderborg Forsyning, der hiesige Projektleiter, an einem Kursus teilnahmen, wo es gerade um die Handhabung von politischem und bürgerlichem Widerstand gegen Windräder ging.

Ein Behörden-Mitarbeiter hat außerdem in einer E-Mail Sønderborg Forsyning einen positiven Kommentar gesendet, als ein positiver Leserbrief in der Tageszeitung „JydskeVestkysten“ erschien.

Dabei muss eine Behörde ganz neutral sein, wie Assens feststellt. Assens hat nun um Akteneinsicht gebeten. Sie wollen noch mehr Korrespondenz zwischen Behörde und Sonderburg durchforsten.

Kein Kommentar vom Direktor

Direktor Lars Riemann von Sønderborg Forsyning hat zu den Vorwürfen keinen Kommentar. „Das ist eine Sache zwischen Assens und der Energiebehörde. Wir warten jetzt lediglich auf die Entscheidung. Die öffentliche Anhörung geht am 4. Februar zu Ende“, so Lars Riemann.

Klimaminister Lars Christian Lilleholt (V) hatte kurz vor Weihnachten gemeint, dass die Anlagen doch einfach weiter von der Küste entfernt platziert werden müssen. Aber diesbezüglich sieht Lars Riemann keine Möglichkeit. „Es gibt keine andere Platzierung“, meint er.

Mitarbeiter konfrontiert

Die Energiebehörde hat den betreffenden Mitarbeiter konfrontiert. „Alle können einen Fehler begehen, aber ich denke nicht, dass die Mail generell bezeichnend dafür ist, wie die Energiebehörde arbeitet, und sie berechtigt auch nicht eine so scharfe Kritik, wie die von Assens“, so die Vizedirektorin Janni Torp Kjærgaard.

Der neue Windmühlenpark ist Teil der Project-Zero-Vision. Der Park soll entweder aus 20 192,5 Meter hohen Windkrafträdern, oder 40 165 Meter hohen Anlagen bestehen. Der Park soll Strom für 140.000 Häuser produzieren.

Mehr lesen