Super-Fahrradweg

Alter Tunnel ist endlich geöffnet

Ilse Marie Jacobsen
Ilse Marie Jacobsen Journalistin
Sonderburg/Sønderborg
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Frode Sørensen
Frode Sørensen (rechts) mit Projektleiter Jesper Østergaard vor dem Tunnel. Foto: Ilse Marie Jacobsen

Eine dicke Mauer im alten Zugtunnel am Kongevej wurde eine größere Herausforderung für die Bauarbeiter.

Der Stadtratspolitiker Frode Sørensen (Soz.) ist eigentlich ein sehr durchtrainierter Mann, der mit einem Schaufelbagger schon so manches Loch auf vornehmste Weise bei einem ersten Spatenstich ausgehoben hat. Aber in der vergangenen Woche musste der Sozialdemokrat im alten Zugtunnel der Kongevej-Kreuzung aufgeben. Der an eine Maschine montierte Hammer wollte einfach nicht durch die 40 Zentimeter dicke Wand mitten im Bunker. Nach 20 Minuten wurde das Vorhaben abgebrochen. Zwei Tage lang brauchten die Bauarbeiter dann, um die große Mauer des Bunkers zu öffnen.

Gestern konnte Frode Sørensen zum ersten Mal die ganz offene Passage begutachten.
„Das hat aber ordentlich Luft gegeben“, meinte der Sozialdemokrat, der nicht zuletzt auch die bogenförmigen Ausformungen an den Seiten des alten Zugtunnels bewunderte.
„Das wäre einfach eine Schande, wenn das hier unten verborgen geblieben wäre“, stellte der technische Ausschussvorsitzende fest.

Schon Sonderburgs früherer Bürgermeister Ingolf Winzor hatte mit dem Gedanken gespielt, den alten Zugtunnel wieder zu öffnen. Aber nicht für einen Super-Fahrradweg, sondern für Busse.
Der alte Tunnel war seit der Errichtung im Jahr 1935 bis 1962 nur für Züge vorgesehen. Anschließend wurde dort ein Bunker errichtet, der in der Mitte mit einer dicken Mauer versehen wurde. Der Bunker wurde einige Jahre lang als Ausstellungsort genutzt. In den vergangenen Jahren war es still im feuchten Bunker – bis vor kurzem. Die Strecke zwischen Goethegade und Busbahnhof ist der letzte Teil des Super-Fahrradweges, der vom Universe in Norburg bis in die Stadtmitte Sonderburgs verläuft.

Die Strecke unter der Kongevej-Kreuzung ist zwar offen, aber der Zementboden wird erhöht, damit die Strecke nicht so steil nach unten absackt. Der neue Fahrradweg wird vier Meter breit. Die Seiten der dekorativen Außenwände zu den Gärten hin werden erhöht. Der von außen wie ein schöner Bogen geformte Tunnel wird mit fünf Metern Richtung Busbahnhof verlängert. Es wird eine neue Beleuchtung montiert.

Projektleiter Jesper Østergaard geht davon aus, dass das Projekt Ende Oktober fertig steht.

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