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SønderjyskE scheitert in der Schlussphase

SønderjyskE scheitert in der Schlussphase

SønderjyskE scheitert in der Schlussphase

Sonderburg/Sønderborg
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Noah Gaudin machte wieder eine super Partie für SønderjyskE. Foto: Karin Riggelsen

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SønderjyskEs Liga-Handballer hatten beste Chancen, dem Tabellenzweiten GOG einen Punkt abzunehmen. Doch die Heimmannschaft machte zu viele Fehler.

SønderjyskE bleibt sich in der dänischen Handball-Liga treu: Gegen schwächere Gegner lassen sie die Punkte liegen – Spitzenmannschaften bieten sie Paroli. So auch gegen den zweitplatzierten GOG – doch diesmal fehlte am Ende auch das Quäntchen Glück – und Können – zum Punkt. Mit einem 32:31 (16:16) schoss sich GOG an die Tabellenspitze.

SønderjyskE bleibt damit im unteren Tabellendrittel und ist somit weiter unter Druck. An einen Platz unter den ersten acht ist – trotz einer Leistungssteigerung – derzeit nicht zu denken. Es fehlt einfach die Breite im Team, und so mancher sehnte sich zurück an Neu-Nationalspieler Aaron Mensing von der SG Flensburg-Handewitt, der als Zuschauer in der Sky-Box seine alte Mannschaft verfolgte.

SønderjyskE zeigte zu Beginn der Partie keine Spur von Unsicherheit, spielte vorne mit viel Druck im Angriff und machte hinten dicht. Kasper Larsen hielt im Tor, was zu halten war – achtmal griff er in den ersten 15 Minuten ein.

Im Angriff wirbelte Noah Gaudin wieder einmal auf hohem Niveau, erzielte Tore, erkämpfte sich Siebenmeter und hatte geniale Anspiele an seine Mitspieler.

Kasper Larsen machte ein gutes Spiel im SønderjyskE-Tor. Gegen den neunfachen Torschützen Jerry Tollbring war er allerdings chancenlos. Foto: Karin Riggelsen

GOG frustriert

Nikolej Krickau haderte schon in den Anfangsminuten mit seiner Mannschaft und den Schiedsrichtern, und der GOG-Trainer sah sich bereits nach neun Minuten beim Stande von 2:7 gezwungen, einen Timeout zu nehmen, um seine Mannschaft wachzurütteln.

Das gelang zunächst nur sporadisch. SønderjyskE ließ GOG nur auf zwei-drei Tore heran (10:7), doch langsam schlichen sich bei den Nordschleswigern Fehler ein. Aus der geschlossenen Mannschaftsleistung der ersten Viertelstunde wurde eine zerfahrene Partie mit schlechten Abspielen und verpassten Würfen.

Ausgleich durch GOG

Bei GOG fand der dänische Nationalspieler Matthias Gidsel zunehmend besser ins Spiel und trieb seine Mannschaft voran. Beim Stande von 12:12 hatten die Gäste aus Fünen wieder Kontakt. Obwohl SønderjyskE nach einem Timeout von Trainer Jan Pytlick zwischenzeitlich wieder den alten Drei-Tore-Abstand herstellen konnte, war GOG immer wieder gefährlich und nutzte jeden kleinen Fehler der Heimmannschaft, das in den letzten fünf Minuten vor der Pause ein weiteres Mal das Heft aus der Hand gab.

16:16 zur Pause – da wäre viel mehr drin gewesen für SønderjyskE gegen eine alles in allem enttäuschende Spitzenmannschaft.

Bei SønderjyskE nahmen zu wenig Spieler Verantwortung im Angriff. Auch Kristian Stranden hätte mehr daraus machen müssen. Foto: Karin Riggelsen

Feuerwerk brannte aus

Nach der Pause legte SønderjyskE wieder mit einem Feuerwerk los, zeigte Aggressivität in der Abwehr und Abgeklärtheit im Angriff. Nun zog auch das Publikum im Skansen mit, doch GOG ließ sich nicht abhängen.

Zwar gerieten die Gäste immer wieder mit zwei Tore in Rückstand (23:25), aber GOG blieb dran und profitierte immer wieder von den Schwächen der Gastgeber. Es kam, wie es kommen musste: Zehn Minuten vor Spielende brachte sich GOG beim Stande von 26:25 erstmals in Führung.

Nun rannte SønderjyskE ständig hinterher.

Gidsel giftig im Angriff

In der Schlussphase riss Matthias Gidsel das Spiel an sich, war der Mann für die entscheidenden Tore und spielte immer wieder seine Mitspieler frei – allen voran Simon Pytlick. Ausgerechnet der Sohn des SønderjyskE-Trainers war in der Schlussphase stark und machte schließlich den Siegtreffer.

Auf der anderen Seite war es Noah Gaudin, der wieder zu seinem Spiel fand, und SønderjyskE in Position brachte, zu punkten. Doch in der entscheidenden Phase versagten seine Mannschaftskameraden vor dem Tor und machten zu wenig aus den Vorgaben des Franzosen.

Da wäre mehr drin gewesen für SønderjyskE. GOG zeigte dagegen, was eine echte Spitzenmannschaft ausmacht – nämlich auch an schlechten Tagen gewinnen zu können.

GOG steht ganz oben in der Tabelle. SønderjyskE muss sich dagegen weiterhin nach unten orientieren.

Das Spiel in Zahlen

Torschützen SønderjyskE:

Andreas Lang 3, Sveinn Johannsson 2, Nikolaj Svalastog 4, Oliver Nøddesbo Eggert, Frederik Ladefoged 4, Malthe Kronborg, Morten Bjørnshauge, Malthe Damgaard, August Wieger 1, Marcus Dahlin, Kristian Stranden 5, Alec Smit 2, Viktor Nevers, Noah Gaudin 8, Tobias Møller 2 (2).

Torschützen GOG:

Jerry Tollbring 9 (4), Matthias Gidsel 6, Simon Pytlick 4, Lukas Jørgensen 4, Kasper Kildelund 3, Oscar Bergendahl 3.

Zeitstrafen:

SønderjyskE 4x2, GOG 2x2 Minuten

Zuschauer:

2.174

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