Kunstprojekt

„Reise hinaus in die Welt, es gibt viel zu entdecken!“

„Reise hinaus in die Welt, es gibt viel zu entdecken!“

„Reise hinaus in die Welt, es gibt viel zu entdecken!“

Gravenstein/Gråsten
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Die Künstlergruppe Azur (v. l.): Alvaro Abreu, Lars Tholander, Vibeke Fonnesberg und Bente Sloth Møller Foto: Sara Eskildsen

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Die Welt ist bunt und offen, und das können die Mädchen und Jungen im Kindergarten Tumleby nun schon von klein auf entdecken. Die Künstlergruppe Azur hat die Installation aus einem bestimmten Grund entworfen und gefertigt.

Direkt neben den Gleisen der Regionalbahn in Gravenstein fährt ein ganz besonderer Zug ins Reich der Fantasie: Mit der Kunstinstallation der Künstlergruppe Azur können die Kinder der Institution Tumleby seit Dienstag den Zug in ein buntes Leben nehmen.

Vier Kunstschaffende – drei Zugwaggons

Alvaro Abreu, Bente Sloth Møller, Lars Tholander und Vibeke Fonnesberg haben für den Außenbereich im Kindergarten eine Kunstinstallation geschaffen. Inspiriert von der Bahnstrecke, die direkt neben dem Kindergarten in Gravenstein liegt, haben die vier Kunstschaffenden drei Zugwaggons kreiert – und in buntes Mosaik gekleidet.

Ein bunter Zug steht auf dem Außengelände im Kindergarten Tumleby. Foto: Sara Eskildsen

Maritimes Blau, die kräftigen Farben Spaniens oder bestechendes Rot – die Farben symbolisieren die Freude am Leben und eine Welt, die bunt und offen ist, verrät Vibeke Fonnesberg. „Wir wollten den Kindern mit auf den Weg geben: Reise hinaus in die Welt, sie ist spannend, und es gibt viel zu entdecken!“

Ganz im Stil von Gaudí in Gravenstein

Die Zugwaggons erinnern an den Stil des spanischen Architekten Antoni Gaudí – eine bewusste Wahl, wie die Gruppe verrät. „Das Werk sollte farbenreich und fröhlich sein, Farben für ein ganzes Jahr, auch im Winter, wenn ansonsten alles grau ist“, sagt Künstlerin Fonnesberg.

Die Waggons sind in leuchtende Farben gekleidet. Foto: Sara Eskildsen

Auftraggeber des Kunstwerks ist der kommunale Kunstrat, der Kunst in öffentlichen Institutionen und Gebäuden fördert.

Das Projekt war viele Jahre lang unterwegs und wurde durch Corona verzögert. Gearbeitet hat die Gruppe im Ziegeleiwerk Petersen. „Ohne diese Unterstützung und die Möglichkeiten, die wir vor Ort hatten, wäre die Installation in dieser Form nicht entstanden“, unterstreicht Lars Tholander.

In der Ziegelei durften die Kunstschaffenden auf Lehm zurückgreifen und Farbpulverreste nutzen, die von anderen Projekten übrig waren. „Dadurch konnten wir nachhaltig arbeiten, und wir durften Farben nutzen, die im Einkauf ansonsten sehr teuer gewesen wären“, sagt Künstlerin Bente Sloth Møller.

Ziegelei Petersen half mit Material und Transport

Die Ziegelei stellte neben den Materialien auch jede Menge Raum zur Verfügung – und so konnten die drei Wagen entstehen. Am Ende transportierte die Ziegelei die Kunstinstallation sogar zum Kindergarten.

Am Dienstag wurde die Installation offiziell eingeweiht – die Kinder hatten die kunstvollen Spielgeräte schon längst entdeckt und als Spielplattform eingenommen. Wohin die Reise in ihrem Leben geht – das finden sie zunächst einmal spielerisch heraus. Der Azur-Zug soll ihnen dabei helfen.

Die Kunstgruppe Azur

Die Künstlerinnen und Künstler trafen sich über ihre Arbeit im Kunstzentrum „Kunstværk“ in Augustenburg (Augustenborg). Sie arbeiteten erstmals für ein Projekt namens „Den blå skov“ im Kunstpark Augustiana zusammen. Daher stammt der Name Azur. Die Gruppe besteht aus Alvaro Abreu, Bente Sloth Møller, Lars Tholander und Vibeke Fonnesberg.

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Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
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