Geschäftseröffnung

„Billig Blume“: So sieht der Discounter von innen aus

„Billig Blume“: So sieht der Discounter von innen aus

„Billig Blume“: So sieht der Discounter von innen aus

Sonderburg/Sønderborg
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Geschäftsführer Tommy Andersen bereitet die Sonderburger Filiale für die Eröffnung am Sonnabend vor. Foto: Karin Riggelsen

Kurz vor der Eröffnung des neuen Pflanzendiscounters haben die Mitarbeiter von „Billig Blomst“ alle Hände voll zu tun. Ein virtueller Rundgang durch die 8.500 Quadratmeter Verkaufsfläche zeigt, was die Kunden am Augustenborg Landevej erwartet.

8.500 Quadratmeter Verkaufsfläche und Hunderttausende von Pflanzen: Am Augustenborg Landevej am Rande des Center Øst eröffnet am Sonnabend, 20. März, der Discounter „Billig Blomst“. Auf dem Gelände der alten JF-Fabrik ist ein über 10.000 Quadratmeter großer Pflanzenmarkt entstanden.

Bürgermeister eröffnet das Pflanzencenter

Olivenbäumchen ab 150 Kronen, vier Kirschlorbeer-Heckenplanzen für 100 Kronen oder Pflanzensäcke mit 40 Liter Erde für 6 Kronen – das Pflanzencenter „Billig Blume“ macht seinem Namen zur Eröffnung alle Ehre.

Am Sonnabend um 7 Uhr öffnet der Pflanzen-Discounter seine Tore, Bürgermeister Erik Lauritzen (Son.) wird das rote Band durchschneiden und als einer der ersten Kunden ins Gartencenter spazieren.

Der Ausgang am Pflanzencenter, das vom Augustenborg Landevej aus zu erreichen ist. Foto: Karin Riggelsen
Die Mitarbeiterinnen der Filiale haben derzeit alle Hände voll zu tun. Foto: Karin Riggelsen

Im Interview mit dem „Nordschleswiger“ erklärt Besitzer Brian Reenberg, warum die Preise in den nunmehr sechs „Billig Blomst“-Filialen so niedrig sind.

„Wir haben weitaus mehr Lagerplatz zur Verfügung als andere Anbieter und kaufen die Ware in großen Mengen direkt von den Gärtnereien und den Herstellern“, so Reenberg.

Deutsche und dänische Gärtnereien beliefern

Die allermeisten Grünpflanzen stammten aus dänischen und norddeutschen Gärtnereien und Pflanzenschulen. Die Schnittblumenabteilung wird mit Ware aus den Niederlanden bestückt, Dekoration, Pflanzenkrüge und alle anderen nicht lebenden Produkte kommen vornehmlich aus China.

Mediterrane Pflanzen wie Ölbäume oder Zitronenbäumchen stammen aus Südeuropa, die Weinstöcke sind in einem Weinberg auf Sizilien groß geworden.

Brian Reenberg hinter einem Stapel großer Pflanzkübel Foto: Karin Riggelsen

Brian Reenberg erläutert die billigen Preise. „Es kann beispielsweise sein, dass ich von einer Gärtnerei in Dänemark eine Anfrage bekomme, ob ich einige Lastwagen voller Hortensien abnehmen will. Dann kläre ich das mit den Filialen und verteile die Lieferung zwischen den Geschäften. So wird die Gärtnerei ihre Pflanzen los, ich mache einen guten Deal, und die Kunden kriegen billige Hortensien von bester Qualität.“

Es komme oft auch vor, dass er einen ganzen Schiffscontainer mit Pflanzentöpfen aufkauft. In Sonderburg gibt es reichlich Lagerplatz für die so erworbenen Produkte.

Produkte direkt vom Hersteller

Die Verkaufsfläche im Inneren des Centers ist 4.000 Quadratmeter groß, im Außenverkaufsbereich sind Gartenpflanzen und -zubehör auf weiteren 4.500 Quadratmetern verteilt. Hinzu kommt ein 2.000 Quadratmeter großes Lager.

Geschäftsführer Tommy Andersen im 4.500 Quadratmeter großen Außenbereich des Centers Foto: Karin Riggelsen

„Über den direkten Einkauf vom Hersteller und einer überdurchschnittlichen Lagerkapazität ist es uns möglich, günstige Einkaufspreise an die Kunden weiterzugeben. Großmärkte wie Bilka beispielsweise beziehen ihre Waren vom Großhändler – diesen Zwischenschritt haben wir nicht. Wir können direkt zuschlagen, wenn sich eine große Lieferung auftut“, so der Centerbesitzer.

Sonderangebot zur Eröffnung: Wasserpflanzen für 10 Kronen Foto: Karin Riggelsen

Als Geschäftsleiter ist Tommy Andersen für die Sonderburger Filiale zuständig. Dass bis zuletzt Handwerker und Elektriker im Center aktiv sind, ist unter anderem den Sicherheitsbestimmungen geschuldet, verrät er.

„Im letzten Augenblick mussten wir noch eine Brandschutztür einbauen, und auch die automatische Fensteröffnung war eine Herausforderung“, so Tommy Andersen.

Lob für die Kommune vom Bauherrn

Die Zusammenarbeit mit der Kommune Sonderburg habe hingegen reibungslos geklappt. „Wir haben von unserem Bauherrn gehört: Wenn es überall im Land so gut laufen würde mit Bauprojekten, dann wäre das Leben in der Branche um einiges leichter“, sagt Brian Reenberg.

Tommy Andersen mit einem Rundbogen aus Zitronenpflanzen Foto: Karin Riggelsen
Olivenbäume am Eingangsbereich Foto: Karin Riggelsen

Aktuell sind bei „Billig Blomst“ in Sonderburg 20 Mitarbeiter beschäftigt. „Ich rechne damit, dass es noch mehr werden“, sagt Tommy Andersen. Aufgabe eines Mitarbeiters ist es, die zwei Wassertanks im Lager zu bedienen, über die die Pflanzen gewässert werden.

Sonderburg ist die sechste Filiale in Dänemark

Konzeptchef Christian Henriksen ist für die Einrichtung und Preispolitik der dänischen Filialen zuständig. „In den nunmehr sechs Filialen sollen sich die Konzepte ähneln, von der Einrichtung über die Regalverteilung bis hin zu den Preisen“, so der Mitarbeiter, der am Donnerstag mit der Angestellten Janne Zimmermann den Kassenbereich einrichtete.

Christian Henriksen und Janne Zimmermann arbeiten an der Fertigstellung des Kassenbereiches. Foto: Karin Riggelsen
Eine Zierpflanze im Gartenbereich Foto: Karin Riggelsen

Im Pflanzendiscounter hofft man in Kürze auch auf deutsche Kunden. „Wir haben in unserer Filiale in Kolding viele deutsche Kunden gehabt, und das war auch der Grund, warum wir Sonderburg als neuen Standort gewählt haben. Es ist eine sehr gute Handelsstadt, und wir erreichen den deutschen Markt. Wir nehmen beispielsweise auch Euro entgegen“, informiert Direktor Peter Bomholt.

Täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet

Die Filiale in Sonderburg ist über den Augustenborg Landevej erreichbar. Eröffnung ist am Sonnabend, 20. März, um 7 Uhr. Der Pflanzenmarkt hat an allen Tagen der Woche von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Für Kunden mit kleinem Kofferraum stellt der Discounter in Kürze kostenlose Anhänger für den Heimtransport zur Verfügung.

Hier geht es raus zu den Parkplätzen: Im Ausgangsbereich des Pflanzencenters Foto: Karin Riggelsen
Die Pflanzentische sind gedeckt. Foto: Karin Riggelsen
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